Leuchtende Frösche, Hummeln und Igel

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Shamikas (5) Laterne strahlt, wennn sie fertig ist, sicher genau so wie sie selbst.
 
Ramon (3) ist sichtlich stolz auf seinen gelben kleinen Brummer.
Bald ist es wieder soweit: St. Martin steht vor der Tür und überall freuen sich die Kinder auf den farbenprächtigen und hell erleuchteten Martinsumzug. Bevor die Minis aber fröhlich ihre Laternen schwenken können, müssen diese zunächst in den verschiedenen Kindergärten und Kindertagesstätten gebastelt werden.
Eine diese Einrichtungen ist die KiTa St. Clemens Maria Hofbauer im Essener Stadtteil Altendorf, welche zum Zweckverband Katholischer Tageseinrichtungen im Bistum Essen gehört und mit 271 Einrichtungen einer der größten freien Träger von Kindertageseinrichtungen in Deutschland ist.
„Das Basteln der Laternen machen wir schon seit einiger Zeit“, so die Leiterin der Einrichtung, Monika Westhoven. „Bei uns ist es eine Eltern-Kind-Aktion, was bedeutet, dass auch die Eltern der Kinder anwesend sein können, um mit ihnen zu basteln. Die Veranstaltung erstreckt sich über drei Tage, an denen Vormittags – und Nachmittagstermine angeboten werden, da sonst viele Eltern wegen der Arbeit nicht kommen könnten. Zudem bereiten wir schon alles vor.“
Aus den Papieren, der durchsichtigen Folie und Kleber entstehen dann nach und nach die bunten Laternen. Motive in diesem Jahr sind die Tiere der einzelnen Gruppen: Frösche, Hummeln und Igel.
Auch Shamika (5) und ihre Mutter sind fleißig am Werk und basteln eine Hummel. „Laternen basteln habe ich schon öfter gemacht, aber ich war in verschiedenen Gruppen. Weil ich jetzt bei den Hummeln bin, mache ich eine Hummel-Laterne. Dann gehen wir auch auf dem Martinsumzug mit. Am besten gefällt mir da das Pferd und das Essen“, so Shamika.
Ramon (3) und Marian (4) sind mit ihren gelb-schwarzen Brummern schon fertig und zeigen sie stolz umher. Dass dann mal ab und an ein Flügelchen abfällt, ist halb so schlimm, denn Mama kann das wieder ganz schnell in Ordnung bringen.
Da die KiTa St. Clemens Maria Hofbauer eine katholischer Einrichtung ist, ist es für die Leitung und die Erzieherinnen sehr wichtig ihren Schützlingen auch die Geschichte von St. Martin nahe zu bringen. Dabei wir dann zum Beispiel anhand der Kett-Methode mit verschiedenen Materialien die Geschichte bildlich nachgestellt. Auch im Morgenkreis werden die Kinder schon auf das Thema eingestimmt, singen Lieder und unterhalten sich darüber.
„Wir wissen alle, dass die Geschichte des St. Martin schon sehr alt ist. Und auch, dass etwa die Mantelteilung mehr als symbolischer Akt zu deuten ist. Was wir mit den Kindern dann machen ist eine Übertragung der Thematik in die heutige Zeit, sprich wie man heute jemandem helfen kann“, so Westhoven weiter.
Darum haben sich die Kinder der Geschichtenwerkstatt viele Gedanken gemacht und herausgekommen ist eine Auflistung an guten Taten, wie man im alltäglichen Leben jemandem helfen kann. Der kleine Leon ist der Meinung, dass er seinem Bruder den Schnuller geben kann, wenn er weint. Malik denkt, dass es gut ist jemandem, der beim Frühstück geschlabbert hat, zu helfen, indem man ihm abwischt. Nico findet es gut zu teilen, wenn er viele Bonbons bekommt und Joel würde einer Person, die hingefallen ist, aufhelfen und ihr ein Pflaster geben. Gesammelt werden diese Zitate als eigene Geschichte dann in der Kirche an St. Martin vorgetragen.
Die fertigen Laternen dann dürfen die Kinder mit nach Hause nehmen. Diese können sie dann zum St. Martinszug mitbringen, aber auch, wenn man auf mehrere Umzüge geht, dort verwenden. In das Innere kommt aber keine Kerze, sondern ein Leuchtstab, den das Hin- und Herschwenken der Laterne gehört dazu und es wäre seht schade, sollte eins der kleinen Meisterwerke durch das Feuer kaputt gehen.
Und neben den kleinen Fröschen, Hummeln und Igeln ist aber auch jeder sonst zum Martinszug eingeladen und findet am 8. November statt. Los geht’s um 16:30 Uhr in der Kirche von St. Clemens Maria Hofbauer mit einer kleinen Einstimmung. Im Anschluss startet der Umzug durch die umliegenden Straßen und endet mit einem Martinsfeuer am Rondell.
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