Asterix und Obelix in Essen

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  Offiziell ist es zwar ein Sportfest, aber ein Sportfest der besonderen Art. Während andere Schulen stetig das selbe Programm präsentieren, haben sich die Verantwortlichen der Cosmas und Damian-Schule etwas ganz besonderes ausgedacht: Ein Asterix- und Obelixfest, zu dem auch die Schüler der benachbarten Berliner Schule eingeladen sind. Dabei wurden im Schulhof viele Stationen aufgebaut, die die Abenteuer der beiden Gallier nachempfinden sollen.
„Das Sportfest findet im Rahmen der normalen Bundesjugendspiele statt. Es gibt drei Pflichtstationen - Werfen, Springen, Laufen – und 14 „Spassstationen“. Die drei Pflichtstationen müssen alle absolvieren, bei den anderen kann jeder das machen, wonach ihm gerade ist“, erklärt Ulrike Burgsmüller-Günther, die Schulleiterin der Cosmas und Damian-Schule. „Uns ist bewusst, dass nicht jedem Kind der Wettkampf und die jeweilige Wettkampfatmosphäre liegt, deshalb wollen wir das Ganze auflockern. Im letzten Jahr lief das Sportfest unter dem Motto Piraten-Olympiade und weil das bei den Kindern so gut angekommen ist, haben wir beschlossen, zwar das Motto zu ändern, aber das Prinzip beizubehalten.“
Das Sportfest ist zugleich ein Korrespondenztag. Das unmittelbar nächste Gebäude ist die Berliner Schule, mit der man die Nachbarschaft teilt, aber die Kinder der beiden Schulen dennoch wenig miteinander zu tun haben. Aus diesem Grund wird beschlossen, dass das Sportfest zusammen begangen werden soll, denn eigentlich gehören Cosmas und Damian und die Berliner Schule doch irgendwie zusammen.
„Wie gesagt, vom Ablauf und von der Organisation her haben wir uns vom letzten Jahr einiges abgeschaut, weil es da so gut geklappt hat“, meint die Lehrerin und Organisatorin des Sportfestes Katharina Ralle. „Auf das Motto Asterix und Obelix bin ich deshalb gekommen, weil es sich von den Möglichkeiten her wunderbar eignet. Da es ja insgesamt 17 Stationen sind, muss das Motto groß genug sein, um alle Stationen abzudecken. Und da die beiden Gallier schon so viel in der Welt herumgekommen sind, gehen in dieser Hinsicht die Themen nicht aus.“
Um die knapp 400 Kinder unter einen Hut zu bringen, ohne dass die Veranstaltung chaotische Züge annimmt, wurde alles in zwei Runden absolviert: In der ersten, zweiten und dritten Schulstunde waren die Kleinen, sprich die ersten und zweiten Klassen, an der Reihe und in der vierten, fünften und sechsten Schulstunde durften die dritten und vierten Klassen auf den Schulhof.
Dort und in der Turnhalle waren nun die insgesamt 17 Stationen zu finden. Bewaffnet mit einem Laufpass, in den eingetragen wurde, welche Station wie gut geschafft wurde, ging es ein Mal herum. Da gab es zum Beispiel die Station acht, die „Zaubertrank retten“ getauft wurde. Hier mussten die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, indem sie mit einer Schöpfkelle Wasser von einem Eimer über eine Strecke in einen kleinen Behälter retten mussten. Station sieben war „Hinkelsteine sammeln“. Hier mussten die Kleinen in einem Schubkarren Medizinbälle stapeln und diese sicher über die Ziellinie fahren. Asterix und Obelix waren an diesem Tag auch in Ägypten (Eimerstapeln), Australien (Ballhüpfen) und bei den Gladiatoren (Schwertkampf mit Schaumstoffnudeln) zu Gast. Ein besonderes Highlight war die Station „Asterix und Obelix in Japan“. Hier ging es um das Sumo-Ringen, eine japanische Sportart, bei der sich die sehr korpulenten Kontrahenten aus dem Ring stoßen müssen. Da lustige daran war, dass der Schule zu diesem Zweck eine Art „Sumo Fettanzug“ zur Verfügung gestellt wurde, den die Kinder anziehen durften und dann, als gelbe Mini-Michelin-Männchen versuchten, sich gegenseitig von der Matte zu schubsen.
Als Abschluss gab es dann noch eine tolle Überraschung für alle Beteiligten: Geschlossen ging es zum Eiscafé „Eis Casal“ um die Ecke und jeder bekam eine Kugel Eis, wobei nebenbei die längste Eisschlage Fronhausens gebildet wurde.
„Wir freuen uns sehr darüber, dass es den Kindern offensichtlich auch in diesem Jahr so großen Spass macht. Und auch darüber, dass die Berliner Schule unserer Einladung gefolgt ist und auch mitmacht. Ein besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang an die vielen freiwilligen Helfer , ohne die es nicht möglich gewesen wäre, diese Veranstaltung zu organisieren. Denn dass man sich als Elternteil für ein paar Stunden vormittags von der Arbeit frei nimmt, ist nicht selbstverständlich. Ein weiteres Dankeschön geht auch an die 13 Schüler der Realschule Essen-West, die uns bei unserem Vorhaben unterstützt haben“, ergänzt Ulrike Burgsmüller-Günther.
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