Ein Abend der Emotionen

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ESC Moskitos Essen (Foto: ESC Moskitos Essen)
Essen: ESC Moskitos |

Ein Abend der Emotionen

Einen sehr emotionalen Abend erlebten die 1.524 Zuschauer am Essener Westbahnhof beim zweiten Heimspiel des Wochenendes gegen den Herner EV. Zwar stand sportlich das sechste Derby der Saison gegen den Herner EV im Vordergrund, doch rund ums Derby gab es reichlich Spielraum für Emotionen. So durfte Stadionsprecher Thomas Münstermann nach dem Gespräch mit beiden Trainern verkünden, dass es ein zartes grünes Pflänzchen der Hoffnung am getrübten Essener Finanzhimmel gäbe. Chefcoach Frank Gentges versäumte es nicht sich bei den Hernern zu bedanken, die vor Wochen erheblichen Anteil an der Rettung seines Fingers hatten, nachdem der Essener Coach einen Unfall in der Herner Eissporthalle hatte. Die Mannschaft der Moskitos, nach einem sportlich tollen Wochenende, bedankte sich mit einer tollen Geste bei den Fans. Und die Fans, ja vor allem die Fans hatten schon seit Tagen mobil gemacht um jeden Cent zusammenzutragen, um den „Patienten Moskitos“ doch wieder in die Spur zu bekommen. Und so brachen nach dem klug und toll herausgespielten 4:2 (1:0, 3:1, 0:1) Sieg gegen den ewigen Rivalen alle Dämme, die gut gefüllte Stehtribüne der Moskitos feierte ihre Helden. Und die Mannschaft der Moskitos bedankte sich mit einer Rudereinlage bei den unermüdlichen Moskitos Fans für die Unterstützung. Das Trainergespann wird aus der Kabine gebrüllt, Marius Schmidt muss mit Megafon die Humba mit der kompletten Mannschaft machen. Und nur langsam leert sich der gut gefüllte Westbahnhof an diesem Abend.

Doch Eishockey gespielt wurde auch, und wie. Beide Fanlager sangen sich nach bester Derbymanier von Begin an warm, und beide Mannschaften tasteten sich zunächst lauernd ab. Nach gut vier Minuten der erste Warnschuss, Branislav Pohanka zieht von rechts ins Herner Drittel doch Benjamin Voigt im Kasten der Gäste ist auf dem Posten. So geht es weiter, intensives Spiel, doch beide Mannschaften neutralisieren sich auch und es bleibt lange ohne Zählbares. Als alle schon mit einem torlosen ersten Drittel rechnen doch noch der Jubel der Heimfans. Robby Hein darf ungehindert das Herner Tor umkurven und auch als er aus wenigen Metern frei zum Schuss kommt wird er nicht gehindert, 1:0. Mit der Führung im Rücken starten die Moskitos furios in den zweiten Abschnitt, setzen Benjamin Voigt ein ums andere Mal unter Druck. Nach gut fünf Minuten dann der zweite Treffer der Moskitos, Aaron McLeod in guter, alter Eric Legros Manier mit dem Rücken zuGegenspieler und Tor, schlenzt der Kanadier den Puck in die kurze Ecke. Doch damit nicht genug, 43 Sekunden später sind die Gäste zwar im Angriff, doch Thomas Richter luchst Hernes Verteidiger an der blauen Linie den Puck ab, fährt den Break auf Voigt und dieser ist zum dritten Mal machtlos. 66 Sekunden später verwandelt sich der Westbahnhof endgültig in ein Tollhaus, die Tribüne singt „Jawoll, jawoll, jawoll, heute hau´n wir euch die Bude voll, Gästetrainer Frank Petrozza nimmt eine Auszeit, doch was war passiert? Strafe gegen Herne angezeigt aber die Moskitos warten gar nicht erst bis ein Gegenspieler in der Kühlbox sitzt, „Brano“ Pohanka zieht von rechts ins Herner Drittel und überwindet Benjamin Voigt zum 4:0. Damit ist das Spiel an diesem Abend gelaufen und Frank Gentges sagt später in der Pressekonferenz „Wenn du zuhause 4:0 führst musst du auch Sicherheit ausstrahlen. So ein Spiel muss man dann kontrolliert nach Hause spielen“. Zwar können die Gäste durch Michel Ackers mit einem Blueliner verkürzen, doch ernsthaft in Gefahr geraten die Moskitos nicht mehr. Daran ändert auch Dominik Scharfenort nichts, der einen berechtigten Penalty nicht verwerten kann weil Justin Schrörs sehr schön den Winkel verkürzt. Auch im letzten Drittel verwalten die Moskitos geschickt das Spiel, fahren ein paar Angriffe, stehen gut in der Defensive. Knapp sechs Minuten vor dem Ende der einzige Patzer der Moskitos Defensive und Herne kommt noch zum 4:2. Doch selbst mit dem letzten Mittel, der Herausnahme von Voigt greift Petrozza fast daneben. Zunächst fährt Voigt vom Eis als Essen gerade im Angriff ist aber Pohanka verzieht. Zwei Pfostenschüsse und zwei Weitschüsse, die weit am leeren Tor vorbei gehen bleiben alles. „Die Zuschauer, die heute hier waren haben ein starkes Eishockeyspiel gesehen. Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, haben über zwei Drittel richtig stark gespielt. Danach haben wir etwas Fahrt raus genommen und das Spiel verwaltet. Ich bedanke mich bei allen Fans für die Unterstützung und hoffe, dass die Verantwortlichen es schaffen auf diesem tollen Abend aufzubauen, denn Essen muss Eishockeystandort bleiben“, so das Statement von Moskitos Trainer Frank Gentges.

Tore: 1:0 (18:49) Hein (Raaf-Effertz, Turnwald) 2:0 (25:15) McLeod (Spelleken, Barta) 3:0 (25:58) Richter (Pohanka, McLeod) 4:0 (27:04) Pohanka (McLeod, Spelleken, U) 4:1 (29:22) Ackers (Kreuzmann, Dreischer, PP1) 4:2 (54:06) Luft (Ackers, Schneider)

Strafen: Essen: 4 – Herne: 2 plus 10 Giesen plus 10 Ackers

Schiedsrichter: Stefan Franz (Rick Reuter, Udo Scholz)

Zuschauer: 1.524

( Quelle: PM + Homepage ESC Moskitos Essen )
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Uwe Splitt aus Essen-Borbeck | 03.03.2015 | 22:57  
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