Olympia-Geschnupper

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Powerten vier Tage durch: Die Handball-Jungs mit Abteilungsleiter Werner Verheyen (li.) und dem Trainer Dirk Müller (re.)
 
Durch hohe Sprünge soll die Körperspannung trainiert werden, die das ganze Spiel aufrechterhalten werden muss.
TV Cronenberg 1887 veranstaltet Handball-Sommercamp



Die Augen der Welt sind auf Brasilien gerichtet. Dort tummelt sich momentan alles, was im Sport Rang und Namen hat. Unzählige Sportarten sind vertreten, vom Dressurreiten, bis zum Beach-Volleyball. Auch Handball ist eine olympische Disziplin, doch man muss nicht nach Rio tuckern, um die Sportart kennen zu lernen.


Das konnten Kinder volle vier Tage nun im Handball-Kinder-Sommercamp in der städtischen SH Bergeborbeck tun. In Zusammenarbeit mit dem Ferienspatz bot der TV Cronenberg so einiges an: Die Vermittlung von Techniken und strategischen Spielzügen standen auf dem Programm.
„Ziel des Camps ist die Heranführung der Kinder an den Sport“, erklärt der Trainer und Pädagoge Dirk Müller. „Handball an sich ist ein vergleichbar schwieriger Sport, da es viele Regeln gibt. Fußball ist da wesentlich einfacher.“
Und weil es den Kindern Spass machen und sie für den Sport begeistert werden sollten, setzte Müller auf Abwechslung. Zwar wurde volle vier Tage durchgepowert, es gab aber genügend Pausen, an jedem Tag eine warme Mahlzeit, Obst und Getränke ohne Ende. Die Kinder mussten ja bei Kräften gehalten werden.

Schon in der Antike waren Ballsportarten beliebt

„Insgesamt haben sich neun Jungs in diesem Jahr angemeldet“, ergänzt Müller. „Warum keine Mädchen dabei sind, kann ich nicht sagen. Obwohl diese eine der wenigen Sportarten ist, bei der Mädchen und Jungs bis zu einem gewissen Alter ohne Probleme zusammen spielen können, da der Fokus weniger auf Kraft, sondern mehr auf Ausdauer oder Konzentration liegen.“
Zu Beginn des Trainings standen immer Aufwärmübungen auf dem Plan. Dann erfolgte eine Gewöhnung an den Ball, gefolgt von einem kleinen Trainingsspiel.
Anstrengend ist Handball aus dem Grund, weil man auf vieles achten muss. Es gibt zum Beispiel eine vorgegebene Schrittfolge wie beim Basketball, es erfordert stets eine hohe Konzentration, weil es ein sehr schnelles Spiel ist und sehr wichtig ist auch die Körperspannung ständig aufrecht zu erhalten. Zudem sind Ausdauer und Koordination gefordert. „Sonst wird man einfach umgeschubst“, bestätigt Müller. Anders als beim Fußball dauert ein Spiel nur 60 Minuten, es können aber wesentlich mehr Tore fallen. Es gibt bestimmte Wurftechniken, was den technisch hohen Anspruch erklärt und Zeitregeln, die man sich auch erst mal merken muss. Übrigens ist Handball kein unabhängig neuer Sport: Schon in der Antike gab es handballähnliche Spiele wie Urania oder Harpastum bei den Römern. Auch im Mittelalter wurden verschiedene Fangspiele gespielt. Das eigentliche Handballspiel entwickelte sich aber erst um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das erste Regelwerk entwarf der Däne Holger Nielsen im Jahr 1906.

Olympia als Ziel

„Mit unserem Camp will der TV Cronenberg die Jugendarbeit fördern“, meint Werner Verheyen, Leiter der Abteilung Handball. „Oft schauen sich die Kinder den Sport an, entscheiden sich dann aber doch dagegen. Dem wollen wir entgegenwirken, indem wir zeigen, dass dieser Sport Spass machen kann. Nach den vier Tagen sind natürlich die Akkus zunächst einmal leer. Aber wenn sie positiv an die Zeit in der Halle zurück denken, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie wieder kommen. Ich kann nur sagen, dass jeder bei uns herzlich Willkommen ist.“
Und weil momentan Olympia ist, wurde auch darüber geredet. Müller fragte etwa nach den Spielen, ob einer der Jungs es im Fernsehen verfolgt hat. Hier fielen die Antworten dann unterschiedlich aus.
Natürlich sollten solche Fragen den Ehrgeiz wecken: Endziel Olympia, oder so ähnlich.
Zwei der Jungs, die mitgemacht haben, waren Lenni (8) und Teo (9). Beide sind zwar schon im Verein angemeldet, zusätzliches Training hat aber noch niemandem geschadet. „Ich habe hier mitgemacht, weil mir Handball einfach nur Spass macht. Wir haben auch tolle Spiele gemacht und durften sogar auf einem Trampolin ganz hoch springen, um den Ball dann ins Tor zu schießen. Sehr toll fand ich aber auch im Tor zu sein“, erklärt Lenni.
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