Schwimmende Insel immer dabei!

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  Es sind 31 Grad, die Sonne brennt vom Himmel und die bunten Segel bewegen sich leicht im Wind: Bei der Surfschule von Angie Wilmesmeyer direkt neben dem Seaside Beach am Baldeneysee herrscht nun emsiges Treiben. Im Schatten auf einigen Bänken sitzen Jungs und Mädels und büffeln: Surf Theorie. Aber alle wissen: Danach geht es wieder auf das Wasser... zum Üben, Üben, Üben.

Möglich macht das die Surfschule, die beim Ferienspatzprogramm der Stadt Essen mitmacht.
Inhaberin und Diplom Sportlehrerin Angie Wilmesmeyer erklärt: „Die surf‘n smile Schule besteht seit dem Jahr 2005, seit 2008 habe ich die Schule übernommen und seitdem nehmen wir auch an der Ferienaktion teil.“
Umso schöner für die Kinder, die nun in verschiedenen Gruppen das Surfen erlernen können. „Es kann jeder mitmachen, egal ob Anfänger, Fortgeschrittene oder schon erfahrener Surfer“, berichtet Angie Wilmesmeyer. Nur eines ist Pflicht: Einmal aufs Board und den Trainern zeigen, was man schon kann. Das soll jetzt keinen abschrecken, es schauen auch nicht hundert Leute zu. „Es geht nur darum zu wissen, was jemand schon kann, allein schon wegen der Sicherheit“, berichtet Angie.
In der Regel wird keiner aufs Bord gelassen, der nicht mindestens das Schwimmabzeichen Bronze abgelegt hat. „Natürlich gibt es auch Ausnahmen, dafür kann man uns einfach ansprechen. Aber schwimmen zu können ist ein Muss, wenn man das Surfen lernen möchte.“
Wer zum ersten Mal auf einem Surfboard stehen möchte, der kommt an einem Schnupperkurs nicht vorbei. „Hier kann man feststellen, ob das überhaupt etwas für einen ist“, sagt auch Surflehrerin Sandra Nike Gersten.
Zuerst gibt es den Segelaufbau, denn so ein Segel ist -auch wenn es wirklich schön bunt ist- doch recht groß und unhandlich. Wenn sich der Wind darin verfängt heißt es auch an Land: Gut festhalten!
Danach folgen Segel- und Brettspiele auf einem „Simulator“. Ein im Boden festgemachtes Bord erhält ein Segel und los geht die Übung am Strand. „Zuerst einmal wird der Gleichgewichtssinn geschärft, das dient der Angstreduktion und der Sicherheit“, berichtet uns die Surfschulenleiterin.
Die Kinder lernen wie man richtig im Wind steht (wenn man nicht den richtigen Winkel zum Wind erkennt, kommt man später im Wasser nicht voran) und lernen bei den Trockenübungen auch die sichere Drehung auf dem Board.
Die Shortys (Surfanzüge), Boards und Segel werden bei der Surfschule gestellt, einzig Surfschuhe müssen ausgeliehen werden. Hier kann aber auch jeder gut sitzende Sportschuh genommen werden.
In voller Montur geht es dann Richtung See. „Bereits zu Beginn zeigen wir den Kindern, wo sie alle Sachen, die sie hier benötigen, finden können. Dann dürfen sie das Segel eigenständig zum See bringen. Das machen wir um das Verantwortungsgefühl der Kinder zu verstärken und ihnen beizubringen, auch mal etwas selber zu machen“, berichtet Angie.
Und dann geht es schon auf den See. Hier wird zuersteinmal die „Schildkröte“ geübt. „Das wird so genannt, weil sich das alle gut merken können, Kinder wie Erwachsene“, so die Surflehrerin. Dabei legt der Surfer das Segel auf das Heck des Boards, wenn das Segel im Wasser gelandet ist. Auf dem Board sitzend mit Paddelbewegungen kann man sich so zum Beispiel zum Ufer manövrieren.
„Und die schwimmende Rettungsinsel ist immer mit dabei“, lacht Wilmesmeyer. Was beim Surfkurs nicht ausbleibt: Dass man mal im Wasser landet. Aber aller Anfang ist bekanntlich schwer, schnell sind die Kids wieder auf den Brettern.
Begonnen wird mit dem Starten und Losfahren, wenn einmal Wind aufgenommen wurde, geht es meist von allein. Bei jedem Surfgang ist mindestens ein Surflehrer am Steg oder auf dem Wasser, gibt Kommandos. „Die Jungs und Mädels lernen, wie sie das Segel halten müssen bei einer Wende, lernen somit auch die Richtung, in die sie fahren, selber zu bestimmen.“ Das ist besonders wichtig, wenn einmal ein Schiff der weißen Flotte vorbeifährt. Dann heißt es für die Surfer ran in Ufernähe. „Wir legen viel Wert auf Sicherheit, sind alle zertifiziert und haben eine VDWS Ausbildung gemacht“, berichtet Angie. Mit ihr sorgen die Trainer Sebastian Fuck und Sandra Gertsen für den Surfspaß.
So wird den Kids natürlich klar gemacht, dass sie nicht zu weit auf den See hinaus oder in der Fahrrinne surfen dürfen.
Nach dem Schnupperwindsurfen, welches vier Stunden umfasst, kann man sich entscheiden, ob man den VDWS Windsurfer Grundschein, der in zwölf Stunden abgelegt wird, auch machen möchte.
Unterschiedlichen Alters sind die Surfanwärter. Zwischen 9 bis 17 Jahren sind sie, oft gibt es auch Erwachsene, die mitmachen möchten. „Wir bieten auch den Eltern an, die Kurse mit ihren Kindern gemeinsam zu absolvieren. Doch auch alle anderen Kinder und Jugendlichen sind herzlich willkommen“, betont Wilmesmeyer. „Manchmal sind die Eltern beide berufstätig, da freuen sich die Kinder auf das Surfen bei uns.“
Die Ferienspatz Windsurfkurse finden über die gesamten NRW-Ferien statt. Los geht es montags bis mittwochs von 9.30 bis 13.30 Uhr oder montags bis mittwochs von 14 bis 18 Uhr, sowie donnerstags und freitags von 9.30 bis 15.30 Uhr. Weitere Infos erhält man unter: www.surf-smile.de
Fotos: dib
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3 Kommentare
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Renate Sültz aus Lünen | 13.08.2013 | 22:04  
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Renate Sültz aus Lünen | 13.08.2013 | 22:05  
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 22.08.2013 | 09:14  
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