Toller Abend trotz Moskitos Niederlage

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ESC Moskitos Essen (Foto: ESC Moskitos Essen)
Essen: ESC Moskitos |

Toller Abend trotz Moskitos Niederlage

Das 2:5 (1:3 1:1 0:1) der Essener Moskitos gegen den neuen
Tabellenführer der Verzahnungsrunde, die Icefighter aus Leipzig war ein Spiel, welches deutlich mehr als die anwesenden 562 Zuschauer verdient hatte! Selten hatten auch beide Trainer in der Pressekonferenz eine derart gleiche Sicht der Dinge. „Mannix“ Wolf, der Coach der Gäste aus Leipzig begann mit seinem Statement, sah sein Team im ersten Abschnitt wacher und präsenter. In den verbleibenden 40 Minuten hatte er ein tolles Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen, welches sein Team am Ende, auch gestützt auf einen sehr guten Goalie Sebastian Staudt vielleicht um ein Tor zu hoch gewonnen hatte. Frank Gentges der Chefcoach der heimischen Moskitos wollte das so unterschreiben, schickte allerdings noch ein paar Anmerkungen seinerseits hinterher. Ein wenig haderte er mit den vergebenen Chancen in den Abschnitten zwei und drei, hatte sein Team auch im ersten Drittel zu weit weg vom Gegner gesehen, was den Gästen letztlich einen komfortablen Vorsprung ermöglichte. Außerdem ging Frank Gentges noch einmal auf seinen dezimierten Kader ein, freute sich, dass er zumindest die beiden Brazda Brüder vom DEG DNL Team einsetzen konnte und war trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Doch der Reihe nach, die ersten zwei Spielminuten begannen mit einem Abtasten bevor die Gäste versuchten das Heft in die Hand zu nehmen. Unterstützung bekamen sie dabei von den Moskitos, denn nach knapp drei Minuten musste Maik Klingsporn wegen eines Stockchecks für zwei Minuten in die Kühlbox. Die Sachsen belagerten nun das von Christian Wendler gehütete Moskitos Tor und 11 Sekunden vor Ablauf der Strafe war es dann soweit. Fabian Hadamik stand nach einer schönen Kombination auf der halbrechten Seite mutterseelenalleine und hatte keine Mühe mehr die Gästeführung zu erzielen. Die Moskitos machten aber weiter, und nur zwei Minuten später durften die Heimfans zum ersten Mal an diesem Abend jubeln. Robby Hein hatte an Leipzigs blauer Linie aufgepasst, luchste den aufbauenden Spielern die Scheibe ab und bediente den völlig frei stehenden Thomas Richter, halbhoch schlug es hinter Staudt ein. Die Gäste waren jedoch im ersten Drittel einfach aggressiver, der Torjäger der Sachsen, Hannes Albrecht sieht den völlig frei im Slot stehenden Jannik Striepeke und Wendler ist zum zweiten Mal nur zweiter Sieger. 60 Sekunden vor der Sirene zieht der Leipziger
Verteidiger Florian Ullmann einfach mal von der blauen Linie ab, Denis Fominych fälscht noch ab und die Gäste führten mit 3:1.

Scheinbar hatten die Moskitos aufgepasst wie Ullmann diesen Treffer vorbereitet hatte, denn die zweiten 20 Minuten waren noch nicht alt, ähnliches Bild vor dem Leipziger Tor. Die Gäste in Unterzahl und wieder ist es Thomas Richter, der einfach mal von der blauen Linie abzieht, der Anschlusstreffer. Die Moskitos sind nun präsenter, Leipzig aber auch immer wieder gefährlich, kein Team erlaubt sich Fehler. Eine fragwürdige Strafe gegen Robby Hein bringt dann den vierten Treffer der Gäste, doch die Moskitos stecken nicht auf und Chancen sind auch vorhanden. In der 32. Spielminute setzt sich Neuzugang Pierre Kracht gegen vier Leipziger durch, scheitert aber an Sebastian Staudt, so geht es mit einem 2:4 Rückstand in die zweite Pause. Die nächste große Chance für die Moskitos ergibt sich direkt mit Beginn der letzten 20 Minuten, die Gäste müssen mit 3:5 Unterzahl beginnen, doch außer einigen guten Einschussmöglichkeiten bekommen die Moskitos nichts Zählbares auf die Anzeigetafel. Nun steht überwiegend Staudt unter Beschuss, einen Pfostenschuss haben die Moskitos zu verzeichnen, Tim Brazda tankt sich alleine gegen drei Leipziger durch, scheitert auch an Staudt und knappe zwei Minuten vor dem Ende folgt die Auszeit der Moskitos. Frank Gentges gibt noch einmal letzte Anweisungen, nimmt Wendler vom Eis doch es sollte nicht sein an diesem Abend. 21 Sekunden vor der letzten Sirene kann Florian Eichelkraut noch das Empty Net Goal erzielen. Am Westbahnhof war man trotz der Niederlage nicht enttäuscht, einen tollen Eishockeyabend hatten die Zuschauer erlebt und nicht nur Frank Gentges und Moskitos Präsident Torsten Schumacher waren sich einig, toller Abend und mit ein bisschen mehr Glück hätten auch die Moskitos als Sieger von Eis fahren können. Zu diesem tollen Abend hatten aber auch die Fans einen großen Anteil, die etwa 50 mitgereisten Leipziger Fans feierten immer wieder lautstark ihr Team. Doch auch die Essener Tribüne stimmte immer wieder Gesänge an und bereits im zweiten Drittel sangen sich beide Lager gegenseitig an. Im letzten Drittel feierten dann Fans beider Lager singend und klatschend gemeinsam einen tollen Eishockey Abend am Westbahnhof, der Lust auf mehr macht.

Tor: 0:1 (4:27) Hadamik (Vrba, Rau, PP1) 1:1 (6:45) Richter (Hein) 1:2 (9:00) Striepeke (Albrecht, Eichelkraut) 1:3 (18:25) Fominych (Ullmann,Hadamik) 2:3 (22:29) Richter (Barta, Pohanka, PP1) 2:4 (28:10) Fominych (Hadamik, Eichelkraut, PP1) 2:5 (59:39) Eichelkraut (Striepeke, Albrecht, ENG)

Strafen: Essen: 6 plus 10 Tobias Brazda – Leipzig: 6

Schiedsrichter: Kowert (Reuter, Seeßle)

Zuschauer: 562

Das Statement von Frank Gentges im Original: „Es war ein gutes Spiel, das wir trotz unseres Rumpfkaders durchaus hätten gewinnen können. Besonders im zweiten und dritten Drittel waren wir die bessere Mannschaft, sind aber immer wieder am starken Leipziger Torwart gescheitert. Die Überbelastung der verbleibenden Spieler ist seit zu langer Zeit enorm, aber auch für die nächsten Spiele ist keine Entlastung in Sicht. Michael Hrstka fehlt seit zwei Wochen mit Virusinfektion, Florian Spelleken seit Wochen mit Handbruch. Eugen Alanov wird jetzt fast bis Saisonende mit einem Leistenanbruch fehlen und bei Maik Klingsporn bleibt abzuwarten wie schwer seine Verletzung aus dem gestrigen Spiel ist. Marius Schmidt und Andre Kuchnia brauchen nach wochen- bzw. monatelanger Pause noch einiges an Training um wieder auf Temperatur zu kommen und die Düsseldorfer Spieler sind in Zukunft schwer zu bekommen, da sie selber spielen“.

( Quelle: PM + Homepage ESC Moskitos Essen )
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