"Altenessen Barrierefrei": ASB-Hausnotruf und Alterssimulationsanzug stellen sich auch 2016 vor

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Am Stand des ASB konnte sich die Besucher über den Hausnotruf informieren.
 
"Vertrauen ist gut. Knopf ist besser." - der bekannte Slogan des ASB-Hausnotrufs.
Essen: ASB Regionalverband Ruhr |

Mit dem Schwerpunktthema "Demenz" ging die Veranstaltung "Altenessen Barrierefrei. Was wäre wenn..." am 5. Juli 2016 in die dritte Runde. Von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr war im Altenessener Allee Center einer Menge los. Neben zahlreichen Info-Ständen - darunter auch der des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Ruhr e. V. - sowie Walking Acts, konnten die Besucher den Alterssimulationsanzug "GERT" ausprobieren.



Barrierefreiheit - was bedeutet das eigentlich? Im ersten Moment denkt man da an rollstuhlgerechte Eingänge oder abgesenkte Bordsteine. Doch das Thema hat viele weitere Facetten. So heißt Barrierefreiheit ebenso diverse Automaten oder das Internet für Menschen mit Einschränkungen zugänglich zu machen.
In diesem Jahr wurde bei dem vielfältigen Aktionstag ein besonderer Fokus auf demenzkranke Patienten gelegt. So konnten Besucher an einem Demenzparcour teilnehmen oder Bekanntschaft mit einem Clown machen, der speziell im Umgang mit älteren und dementen Menschen geschult ist.

ASB Ruhr informiert über seinen Hausnotruf


Auch der Hausnotruf des ASB Ruhrs präsentierte sich auf "Altenessen Barrierefrei. Was wäre wenn...". Mit zahlreichen Broschüren und kleinen Präsenten in den ASB-typischen Farben Rot und Gelb, machten die Mitarbeiter die Besucher auf sich aufmerksam. Dank des ASB-Hausnotrufs kann man sich rund um die Uhr in den eigenen vier Wänden sicher fühlen. Seit mehr als 15 Jahren gibt es das Angebot bereits in Essen, Bottrop und Mülheim.

Unkompliziert und schnell wird das Hausnotrufgerät am Telefonanschluss installiert. Ist kein Anschluss vorhanden, kann ein GSM-Hausnotrufgerät verwendet werden, das mit einer Mobilfunkkarte betrieben wird. Aufgrund seiner geringen Größe kann der Sender des Hausnotrufs ideal an Kette oder Armband getragen werden. Benötigt man Hilfe, genügt der Druck auf den roten Knopf. Ein Mitarbeiter aus der Hausnotrufzentrale meldet sich und kümmert sich darum, dass die gewählte Bezugsperson verständigt wird.

Alt sein zum Anziehen


Wie fühlt es sich an, wenn die eigene Hör- und Sehkraft im Alter abnimmt und auch noch eine Bewegungseinschränkung hinzukommt? Mit dem Gerontologischen Testanzug, kurz "GERT", hat man die Möglichkeit, sich in den körperlichen Zustand älterer Menschen hineinzuversetzen. Der Alterssimulationsanzug besteht aus verschiedenen Teilen, beispielsweise einer Halskrause, die die Beweglichkeit des Kopfes einschränkt, und verschiedenen Brillen, die Sehstörungen wie den Grünen Star oder eine Netzhautablösung nachstellen. Gelenkversteifungen und generellen Kraftverlust können die Tester durch das Anbringen von Knie- und Ellenbogenschonern, Gewichten sowie Handschuhen am eigenen Leib spüren. Das Tragen des Anzuges soll der aufklärenden Erfahrung dienen.

Einige Altenpflegeschüler des "maxQ. Zentrums für Gesundheitsberufe" aus Essen besuchten "Altenessen Barrierefrei. Was wäre wenn..." im Rahmen ihrer Ausbildung. Sie zeigten großes Interesse daran, den Anzug anzuziehen, um damit ein paar Meter zu laufen oder aber alltägliche Dinge wie das Beziehen eines Bettes auszuprobieren. Marcus Franken, privater Unterstützer der Veranstaltung und ehrenamtlich mit dem Alterssimulationsanzug in Essen unterwegs, war auf den großen Andrang gut vorbereitet. Auch ein Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst des ASB Ruhrs ließ es sich nicht nehmen "GERT" auszuprobieren. Anschließend drehte er als "alter Mann" eine Runde durch das Allee Center.

"Altenessen Barrierefrei. Was wäre wenn..." ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, die unter anderem vom Essener Amt für Soziales und Wohnen sowie dem Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) der Universität Duisburg-Essen organisiert wird.

Autorin: Maria Madaffari
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