Auch Kühe feiern Weihnachten

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Gespannt hörte Luis (2) zu, wie Carsten Dörk über "Mama Muh" und ihr Weihnachten auf dem Bauernhof vorlas.
 
Bunt bebildert und zeitlich überschaubar. So macht vorlesen Kindern am meisten Spass.
Weihnachtslesung beim CVJM in Frohnhausen



Spätestens seit dem ersten Schnee lässt sich nicht mehr leugnen, dass der Winter ins Land gezogen ist und mit ihm rückt Weihnachten immer näher. Um sich schon einmal auf die besinnliche Zeit einzustellen, werden nun wieder vielerorts vorweihnachtliche Feste veranstaltet.


So geschehen auch am Frohnhauser Markt. Etwas weiter hinten, direkt gegenüber vom Park befinden sich die Räumlichkeiten des CVJM Essen-Frohnhausen. Und auch dort hat man es sich nicht nehmen lassen zusammen die Vorweihnachtszeit zu begehen.

Neues eingebettet in Altbewährtes

Dieser lud nämlich nicht nur zu einer Veranstaltung, sondern zur Adventskulturwoche.
„Diese Reihe haben wir zum ersten Mal veranstaltet“, erklärt Carsten Dörk, Mitinitiator und 2. Vorsitzender des Vereins. „Es sollte eine bunte Mischung aus Bastel-, Sing- und Leseangeboten werden, zu denen Kinder und ihre Eltern eingeladen waren. Dabei haben wir darauf geachtet, dass wir nichts immens Neues ins Leben rufen, sondern die Adventskulturwoche mit den Dingen verbinden, die wir normal anbieten, sprich Spielenachmittage für Kinder oder Gottesdienste.“
Los ging es Anfang Dezember mit einem adventlichen Frühstück mit Kaffee, Tee und selbstgemachten Leckereien. Gefolgt von einem überkonfessionellen und übergemeindlichen Gottesdienst unter dem Motto „Advent- was habe ich davon?“ und einem öffentlichen Singen, bei dem alle Adventsklassiker für Jung und Alt ausgegraben wurden. Nicht fehlen durfte natürlich das Adventsbasteln und ein Adventsgottesdienst mit Kids-“Poetry-Slam“.

Vorweihnachtliche Besinnlichkeit

Besonders besinnlich jedoch war ein Abend. An diesem wurden nämlich im hellen Kerzenschein, bei Glühwein und heißem Kakao und inmitten aufwendiger Weihnachtsdekoration zwei Geschichten für Kinder vorgetragen: „Simons Weihnacht“ von Anneliese Lussert & Loek Koopmans und „Mama Muh feiert Weihnachten“ von Jujja Wieslander & Sven Nordqvist. In „Simons Weihnacht“, gelesen von Patrick Simon, ging es um die Erkenntnis, dass Kleider noch lange keine Leute machen und dass auch ein vermeintlicher Bettler Gott sein kann. In „Mama Muh“, gelesen von Carsten Dörk, ging es hingegen tierisch zur Sache: Dort feierte ein ganzer Bauernhof Weihnachten, wobei der Fokus auf einer Kuh namens „Mama Muh“ und einer kleinen Krähe lag, welche nicht damit rechnete, dass ihr andere Tiere Geschenke machen, weshalb sie das selbst in die Hand nehmen musste. Nach dem Päckchen einpacken jedoch konnte sie vor lauter Aufregung nicht schlafen, riss alle Geschenkte wieder auf und feierte ihr eigenes Weihnachten. Am nächsten Morgen war sie sich ihrer Tat bewusst, nämlich, dass sie an Heiligabend als Einzige keine Geschenk bekommen wird. Hier jedoch springen Mama Muh und gleich eine ganze Hühnerschar ein, um der Krähe das Gegenteil zu beweisen.

Advent als Tradition weitergeben

„Uns ist eine schöne Adventskultur wichtig“, so Dörk weiter. „Diese soll so weit wie möglich erhalten bleiben, vor allem in den ohnehin schon sehr stressigen Tagen vor Weihnachten. Wir wollen den Mensch zudem einen gemeinschaftlichen Umgang im individuellen Alltag ins Bewusstsein rufen, vor allem im Hinblick auf die christliche Botschaft. Eingebettet soll das in Tätigkeiten wie Basteln, Lesen oder Singen werden, die Spass machen. Wir haben den Eindruck, dass unser Angebot gut angenommen wurde und werden es vielleicht im nächsten Jahr wiederholen.“
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