Interkulturelle Seminarreihe: SamikÖ-Projekt des ASB Ruhr besucht DiTiB-Merkez-Moschee

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Der eindrucksvolle Blick nach oben.
Essen: ASB Ruhr |

Das Modellprojekt Samariter interkulturelle Öffnung, kurz SamikÖ, strebt die interkulturelle Hinwendung der Strukturen, Dienste und Angebote helfender Verbände an. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Im Rahmen einer eigens initiierten Seminarreihe zur interkulturellen Öffnung innerhalb des ASB Ruhr e. V. ging es am Donnerstag, den 2. März 2017 in die DiTiB-Merkez-Moschee in Duisburg.



2008 ist die DiTiB-Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Das Besondere und in Europa einmalige: an die Moschee angeschlossen ist eine Bildungs- und Begegnungsstätte, die von Projektleiterin Hülya Ceylan betreut wird. Gegen 10 Uhr nahm sie die Seminarteilnehmer am Eingang der Moschee in Empfang. Die in Duisburg geborene Sozialarbeiterin hat türkische Wurzeln. Für die Teilnehmer - allesamt Mitarbeiter des ASB Ruhr e. V. - hatte sie eine informative Führung durch die Moschee vorbereitet.

Eine Moschee, die für jeden zugänglich ist

So erfuhren die Teilnehmer, dass die Gebetszeiten, die fünfmal über den Tag verteilt gesprochen werden, immer verschieden sind und sich nach Sonnenauf- sowie Sonnenuntergang richten. Aber auch über Grundlegendes zum Islam, das muslimische Gemeindeleben in Duisburg und den muslimischen Glauben referierte Hülya Ceylan. Die Moschee darf nicht mit Schuhen betreten werden. Außerdem muss vorab eine symbolische Reinigung stattfinden, wofür großzügige Waschräume zur Verfügung stehen. Zudem ist die DiTiB-Merkez-Moschee ("Merkez" heißt auf Deutsch "Zentrum" oder "Mitte") für jeden zugänglich sowie barrierefrei.

Die Fresken an den Innenwänden der Kuppeln wurden von einer türkischen Malerin und ihrem Team in mühevoller Handarbeit über mehrere Wochen aufgebracht. Eindrucksvoll waren auch die etwas kleineren Kuppeln der Bildungsstätte bemalt. Hülya Ceylan erzählte zum Ende der Führung von ihrer Arbeit als Projektleiterin in der Begegnungsstätte, ließ aber auch Raum für die vielen Fragen der Teilnehmer, die ihren Ausführungen aufmerksam gefolgt waren.

Im Stadtteil unterwegs

Im Anschluss an die Führung durch die Moschee folgte eine Besichtigung des Stadtteils Duisburg-Marxloh. Im Gespräch mit den türkischen Geschäftsführerinnen eines Geschäfts für Brautkleider und "Elifs Tortenwelt" kam es zu einem regen Austausch über den Stadtteil. Mit dem gemeinsamen Mittagessen im Grill-Restaurant "Pera" fand das interkulturelle Seminar einen schmackhaften Ausklang.

Autorin: Maria Catharina Madaffari
Bilder: Maria Catharina Madaffari
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