Mit Blinkis durch Essen

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Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Verkehrswacht Essen e.V.
Verkehrswacht Essen e.V. präsentiert neue Schulwegsicherungsmaßnahme



Verkehrssicherheit bei Kindern, sei es in der KiTa oder in der Schule, hat stets oberste Priorität. Viele kleine Bürgerinnen und Bürger laufen den Weg zu Fuß und kommen, vor allem im städtischen Bereich, nicht umhin, befahrene Straßen und Kreuzungen zu überqueren.


Aus diesem Grund hat die Verkehrswacht Essen e.V. zusammen mit der VKJ-KiTa Himmelszelt unter der Leitung von Claudia Bartsch, der Polizei und der Sparkasse Essen ihre neue Schulwegsicherungsmaßnahme vorgestellt. Als Ersatz für die jahrelang ausgegebenen roten Warnmützen sollen nun rund 4.700 Kinder in Essen am ersten Schultag mit sogenannten „Blinkis“ mit verschiedenen Leuchtmodi ausgestattet werden. Vorstellen muss man sich diese kleinen runden Dinger wie Reflektoren, nur, dass sie eben blinken und ihren Träger dadurch im Straßenverkehr sichtbar machen.
„Wir freuen uns ungemein, dass, vor allem auch mit Unterstützung der Sparkasse Essen, dieses Projekt möglich geworden ist“, meint Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Verkehrswacht Essen e.V. „Viele der Kinder haben einen schwierigen Schulweg und daher ist es umso schöner, dass die Kinder der KiTa Himmelszelt heute morgen stellvertretend für alle Kinder stehen, die an der Aktion teilnehmen.“

Zum Dank gab es eine Gesangs- und Trommeleinlage

Sehr aufgeregt waren an diesem Tag vor allem die Kleinen. Schon seit früh morgens drückten sie sich die Nasen an den Fensterscheiben zum Hof platt, um ja nicht zu verpassen, wenn die Erwachsenen kommen. Als es dann endlich soweit war, kamen 15 Knirpse aus der KiTa gelaufen. In der Hand hielt jeder eine kleine Trommel, denn natürlich hatten sie etwas einstudiert. Zum besten gaben sie zuerst ihr offizielles Kindergartenlied, dann folgte ein eigens für den Anlass geschriebener Song, bei dem die Trommeln zum Einsatz kamen. Dass die Kinder daran einen riesigen Spass hatten, merkte man daran, dass sie alle sehr textsicher waren. Im Anschluss durfte sich jeder eines der „Blinkis“ abgreifen.
„Ich habe mich sachkundig gemacht und weiß nun auch, was „Blinkis“ sind“, witzelte Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister der Stadt Essen. „Vor allem in den Wintermonaten, wenn es lange dunkel bleibt und schnell dunkel wird, haben es Fußgänger oft schwer, erkannt zu werden. Und vor allem die kleinen Bürgerinnen und Bürger müssen dann, um Unfälle zu vermeiden, auf sich aufmerksam machen. In erster Linie müssen aber auch die Eltern mit den Kinder üben und ihnen erklären, wie man sich richtig im Straßenverkehr verhält. Sie haben eine Vorbildfunktion. „Blinkis“ sollen nun diese Sicherheit unterstützen und dafür sorgen, dass die Vorschulkinder, aber auch die Kinder, die in die Schule gehen, gut am Ziel ankommen.“
Gesponsert wurde die „Blinki“-Aktion mit 5.000 Euro von der Sparkasse Essen. Um das zu unterstützen, wurde 2016 zum vierten Mal die Infobroschüre „Sicher zu Schule“ herausgegeben, wobei hier von der Sparkasse Essen wieder 5.000 Euro, ebenso wie von RWE und 1.000 Euro von der Verkehrswacht Essen e.V. zur Verfügung gestellt wurden. 250 KiTas in ganz Essen werden mit knapp 5.000 Exemplaren beliefert.

Sparkasse Essen sponsert „Blinkis“

„Da ich selber Kinder habe, ist es mir ein Herzensanliegen, dieses Projekt zu unterstützen“, erklärt Martina Naujoks, Regionaldirektorin der Sparkasse Essen. „Mit den „Blinkis“ können wir viel erreichen, vor allem das Unfallrisiko und die -zahlen senken. Claudia Bartsch und ihr Team, wie auch alle anderen KiTas und Kindergärten strengen sich unglaublich an, die Kinder fit für den Straßenverkehr zu machen. Bei solchen Aktionen ist die Sparkasse immer sehr gerne mit dabei.“
Auch der Polizeipräsident Frank Richter war anwesend und betonte nochmal, dass Verkehrserziehung ein unverzichtbares Unterfangen ist. Die Unfallzahlen seinen momentan auf einem extrem niedrigen Stand, was vor allem im städtischen Bereich als enormer Erfolg zu werten sei. Und man wolle in jedem Fall, dass es so bleibt.
„Egal, ob die KiTa direkt an der Kreuzung Helenenstraße oder an einer kleinen Straße liegt, Kinder müssen verkehrssicher sein“, meint Claudia Bartsch. „Verkehrssicherheit geht alle Kinder und natürlich auch die Eltern etwas an. Mit unserem Einsatz wollen wir die Verkehrssicherheit der Kinder erhöhen und auch die Eltern mobilisieren. Es ist eine große Verantwortung, den Kindern das alles richtig beizubringen. Dabei sind wir mit den Vorschulkindern unglaublich viel bei der Polizei und der Feuerwehr unterwegs, dass sie so gut es geht lernen, wie man sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten hat. Und mit den „Blinkis“, denn auch die Polizei war heute anwesend, verbinden die Kinder das dann und wenden das Gelernte besser an. Die „Blinkis“ kann man an den Ranzen machen oder an der Kleidung befestigen. So sollen 5.000 Kinder vor Unfällen geschützt werden.“
Die „Blinkis“ sind an den letzten drei Ferienwochen in der Verkehrswacht hinterlegt und können dort abgeholt werden. Besetzt ist diese immer vormittags von Montag-Freitag.
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