Ein grünes Band

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Aufmerksamkeit auf ein Ehrenamt lenken: „Wir sind für jede Hilfe bei unseren Aufgaben dankbar“, engagiert sich Brigitte Heuer für eine Tätigkeit, die nicht hoch genug gelobt werden kann.

Ehrenamtliche Arbeit geschieht in vielen Fällen nicht in der Öffentlichkeit. Oft wird still ohne großes Aufsehen geholfen, wertvolle Arbeit geleistet und manchen Menschen ein bisschen Freude in den sonst trüben Alltag gebracht.

So auch beim Ambulanten Kinder- und Jugendhospizverein im Kreis Unna. 42 Ehrenamtliche verrichten hier verlässlich, aber intensiv ihre Tätigkeit, die nicht hoch genug geschätzt werden kann.
Denn sie begleiten und unterstützen Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung, deren Eltern und Geschwister. Die Begleitung erfolgt ab der Diagnose, im Leben, im Sterben und über den Tod hinaus.
Am Dienstag, 10. Februar, wird nun der Tag der Kinderhospizarbeit begangen.
Mit den vielen Aktionen soll unter anderem das Augenmerk der Bevölkerung auf die Inhalte und die Angebote der Einrichtung gelenkt werden. Zudem möchten die Mitarbeiter die Menschen motivieren, sich mit den Erkrankten zu solidarisieren oder weitere helfende Hände zu gewinnen.
„Vielleicht erhalten wir weitere Unterstützung ideeller oder finanzieller Art“, hofft Brigitte Heuer aus Fröndenberg-Hohenheide, die sich schon seit 2005 engagiert.
Auch in Fröndenberg starten einige Aktionen, um einmal im Jahr die Aufmerksamkeit auf das Kinderhospiz zu lenken. „Unser Symbol, das grüne Band, wird unter anderem die Kinder in den katholischen Kindergärten schmücken“, erklärt Brigitte Heuer. „Auch die Eltern erhalten dann durch ihren Nachwuchs ebenfalls ein Stück des Bandes in der Hoffnung, dann ebenfalls ihre Solidarität mit unserer Arbeit zu bekunden.“
Auch Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe leistet seinen Beitrag. Er wird mit seinen Stellvertretern am Bahnübergang gegenüber dem Rathaus die grünen Symbole anknüpfen.
Um 11 Uhr soll dann dieses Zeichen weithin sichtbar im Wind flattern. Erfreulich, dass sich auch das Deutsche Rote Kreuz beteiligt und ihre Kindertageseinrichtungen, Fahrzeuge und Kinderwagen in Grün schmückt.
Zur Zeit werden 22 Familien im Kreis Unna betreut. Dazu kommen noch drei Trauerbegleitungen. Alle Ehrenamtlichen haben eine Ausbildung, die so genannten Befähigungskurse über 80 Stunden, absolviert.
Dazu Brigitte Heuer: „Auch die Bürokräfte mussten diese Zeit investieren.“
Koordinatoren stellen fest, wenn der Wunsch aus den betroffenen Familien an das Kinderhospiz, Hilfe zu leisten, herangetragen wird, welcher Ehrenamtliche in die Familie passt. Wo es notwendig ist, zwei Ehrenamtliche einzusetzen, werden auch zwei vermittelt.
„Wir wollen dann noch eine schöne Zeit bieten“, kennt die Hohenheiderin den Ablauf der Hilfe. Manchmal helfen schon drei, vier Stunden Betreuung der Erkrankten, damit die Mütter mal in aller Ruhe einkaufen können oder den schon lange aufgeschobenen Friseurbesuch nachzuholen.
So ist im Besonderen noch das Angebot in Erinnerung, als im November den Müttern die Zeit für Weihnachtseinkäufe gegeben wurde, während die Kinder, gesunde und kranke, unterhalten wurden. Dieses Projekt war so erfolgreich, dass nun bereits für 2015 wieder im November, eine Wiederholung geplant ist.
Der gesamte Dienst ist für die Betroffenen komplett kostenlos, wie Brigitte Heuer betonte.
Ab dem 1. April ist der Dienst nicht mehr in Unna am Käthe-Kollwitz-Ring 32 zu finden. „Denn wir ziehen um“, teilt Brigitte Heuer mit.
Demnächst ist die Anlaufanschrift Unna-Königsborn, Gabelsberger Straße 5.
„Da haben wir dann tolle Räume zur Verfügung“, schwärmt die Mitarbeiterin.
Wer weitere Infos benötigt, informiert sich unter Tel.: 02303/942490. Natürlich ist der Verein auch im Internet zu finden: akhd-Unna.de. Die e-mail-Adresse lautet: unna@deutscher-Kinderhospizverein.de.
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1 Kommentar
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Melanie Busche aus Menden (Sauerland) | 13.02.2015 | 06:10  
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