Eine erkleckliche Summe für ein soziales Projekt

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Annelie Richwin-Krause, Daria Burlak, Karin Eckei, Barbara und Martin Streich (v.li.) freuen sich über die Spendensumme von 1.528 Euro.
Fröndenberg/Ruhr: eulenstraße | Konzert von Thomas Beckmann und Daria Burlak bringt 1.528 Euro

Am Sonntag, 6. März, war der weltbekannte Cellist Thomas Beckmann auf seiner Benefiz-Tour zu Gast in der Fröndenberger Stiftskirche. Veranstalter war der vor über 20 Jahren gegründete Verein „Gemeinsam gegen Kälte“. Wieder floss am Ende eine erfreuliche Summe an ein soziales Projekt. Insgesamt konnten 1.528 Euro ausgeschüttet werden.
Der Musiker machte zum wiederholten Male im Rahmen seiner Tourneen Halt in der Ruhrstadt. „Wir sind stolz darauf, dass er in unserer Kommune immer wieder eine Kostprobe seines Könnens gibt“, zeigt sich Hauptorganisatorin Barbara Streich sehr erfreut darüber, dass Thomas Beckmann gerade hier, in der kleinsten Stadt seiner Auftrittsorte, besonders gern musiziert.
Hatte sie doch die ersten zarten Verbindungen geknüpft. 2007 im Rahmen der Ehrenamts-Ehrungen der Stadt war sie dafür verantwortlich, dass der Cellist die Schirmherrschaft übernahm. Aus diesem Treffen haben sich die regelmäßigen Konzerte entwickelt. Denn Beckmann zeigte sich von der Stiftskirche und der Akustik begeistert.
Unterschiedliche musikalische Unterstützung gestalteten die Auftritte mit. Beispielsweise traten der Madrigalchor oder die Gruppe „Classic Brass“ von Jörg Sögtrop gemeinsam mit dem Künstler auf. Allerdings wurden die jeweiligen Stücke immer einzeln vorgetragen.
Diesmal allerdings ging Thomas Beckmann von dieser Gewohnheit ab und spielte gemeinsam mit der jungen Pianistin Daria Burlak. „Wir haben uns mal für ein paar Stunden in Düsseldorf getroffen und dort am Steinway-Flügel geprobt und Stücke ausgesucht“, so die Musikerin. „Beim Treffen in der Stiftskirche blieb nur ein kurzes Einstimmen. Das war alles.“ Trotzdem schien es, als spielten zwei Könner schon jahrelang zusammen. Das Publikum war begeistert. Rund 200 Zuhörer füllten das Gotteshaus, das wieder ohne Miete von der evangelischen Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt wurde, wie Barbara Streich betonte. Auch alles weitere, Blumensträuße oder Programmhefte, waren Spenden. „Trotz hochkarätiger Konkurrenz war die Kirche proppenvoll“, strahlte Marin Streich, der seine Frau bei der Organisation unterstützte. „In Opherdicke lief eine vergleichbare Aufführung, Landrat Michael Makiolla kam jedoch nach Fröndenberg.“ Das zeigte unter anderem die hohe Wertschätzung der Künstler.
Im Vorverkauf und an der Abendkasse wurde 1.926 Euro umgesetzt. Die Erlöse beim Veranstalter und der Ticketbörse Eventim brachten weitere 230 Euro. So standen unter dem Strich 2.156 Euro. Auf 450 Euro summierten sich zudem die Spenden während des Konzerts.
Deutschlandweit fließen diese Einnahmen bei den Benefizkonzerten „Beckmann spielt Cello“ erst an den gemeinnützigen Verein „Gemeinsam gegen Kälte“. 50 Prozent der Kartenerlöse werden zur Kostendeckung einbehalten, der Rest plus der Spenden wird an soziale Projekte vor Ort ausgeschüttet. „Natürlich hat der Verein Ausgaben, die gedeckt werden müssen“, so Barbara Streich. „Aber ohne diese Organisation gäbe es keine Tournee. Und somit auch kein Geld.“
Diesmal kommen 1.528 Euro dem „Patenschaftskreis für Flüchtlinge“ zu Gute.
Karin Eckei und Susanne Hippenstiel haben schon konkrete Vorstellungen, wie das Geld eingesetzt werden kann. „Wir möchten Alphabetisierungskurse, die kostenintensiv sind, anbieten. Dazu benötigen wir entsprechende Lehrer“, so die Fröndenbergerinnen. Viele Flüchtlinge können nur in ihrer Muttersprache lesen und schreiben, manche noch nicht einmal dies. Das Alphabet ist ihnen fremd, sie müssen es erst von Grund auf lernen. Diese Kurse sind zudem auf zwölf Teilnehmer begrenzt.
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