° Gute Konjunktur in der Metallindustrie

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Ehrungen erfolgreicher Sportler des VfL Fröndenberg im Hotel Wildschütz.
 
Volksschüler aus der Ruhrstadt beim Zeichnen.
Fröndenberg/Ruhr: Alleestraße | Fröndenberg vor 50 Jahren – Es wird mit 345 Lernanfängern gerechnet

Lohnerhöhungen auf freiwilliger Basis – im Januar 1966 gaben dies die Arbeitgeber in Fröndenberg bekannt. Und Stadtarchivar Jochen von Nathusius hat dies in seinen Unterlagen entdeckt.

Die Mariengemeinde in Fröndenberg-Mitte zog Bilanz und teilte mit, dass 1965 insgesamt 96 Kinder getauft wurden, davon 24 aus sogenannten Mischehen (Ehe zwischen Personen verschiedener Konfessionen). Von 35 Eheschließungen waren neun geschlossene Mischehen. Es gab 75 Erstkommunikanten und 54 Beisetzungen. Die Zahl der Kirchenaustritte wurde nicht genannt - diese würden jedoch vollauf ausgeglichen durch Übertritte zum katholischen Glauben.
Bereits im Januar lagen die Schulanmeldungen für das Amt vor und so würde für den März zum Schuljahrswechsel mit 345 Lernanfängern zu rechnen sein. Zwar war, wie berichtet, die Hohenheider Schule geschlossen worden, aber noch wurde fleißig in die Schulen in Dellwig, Altendorf, Ardey, Strickherdicke, Bentrop, Bausenhagen, Frohnhausen, Stentrop, Frömern und Ostbüren eingeschult, in die Schule Langschede und die beiden Fröndenberger Schulen sowieso bis heute. Betont wurden die zahlreichen Schulneubauten in den Amtsdörfern seit den 1950er Jahren. Die Infrastruktur sei auf Jahre hinaus gesichert, so der Tenor im Januar 1966. Aber bekanntlich bereits zwei bis drei Jahre später wurden fast alle kleineren Schulen geschlossen.
Wechsel im Vorsitz des Presbyteriums in der heutigen Kernstadt. Von Pfarrer Brune übernahm turnusgemäß Pfarrer Bröker den Vorsitz im Leitungsgremium der evangelischen Gemeinde. Unterwegs waren wieder die Sternsänger, während sich der Einzelhandel nach der zeitraubenden Inventur auf den Winterschlussverkauf vorbereitete.
Blick zurück
29 Betriebe der Metallindustrie befragte die IG-Metall im Kreis Unna zur Konjunktur des neuen Jahres. Die Stimmung sei wie die Auftragslage überwiegend gut, auf freiwilliger Basis seien Lohnerhöhungen und verbesserte Weihnachtsgratifikationen gezahlt worden. Ohne Überstunden ging gar nichts und auch Frauen in Halbtagsstellungen müssten Nachtschichten in Kauf nehmen - noch brummte also die Konjunktur.
Zum zehnten Mal wurde Willi Hagedorn als Vorsitzender des VfL bestätigt und ehrte anlässlich der Jahreshauptversammlung zahlreiche Aktive, so Günter Martin und Annegret Grünewald. Rudi Schürmann erhielt einen Sonderpreis für 86 Starts im vergangenen Jahr. Für Vereinsrekorde wurden unter anderem Ingrid Lichtenthäler und Beate Lessmann ausgezeichnet, bei den Männern Helmut Köppe, Karl Hermann Selk, Heinz Seimetz und Friedrich Schröer. Auch der Schützenbund unter Führung von Karl Steinweger zog eine positive Bilanz und zeichnete die Schützenbrüder Erich Joneit und Heinrich Waltemate aus.
In der Jahreshauptversammlung der Marine kündigte der Vorsitzende Ballhoff die baldige Taufe eines Schiffes auf den Namen der Ruhrstadt an. Nach den üblichen Regularien des Vereinslebens wurde übergegangen zum gemütlichen Teil des Abends, zu dem auch Ehefrauen und Bräute zugelassen waren. Mussten die bis dahin vor dem Markgrafen warten? Ähnlich erging es den Frauen von Sangeslust im Saalbau Schulte. Erst nach der Vereinssitzung und der Verleihung der goldenen Ehrennadel an Otto Dickel durfte sich die Weiblichkeit im Saal einfinden. Als guter Twisttänzer profilierte sich an diesem Abend übrigens Bürgermeister Droste.
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