Mehr Geld für Kitas gefordert

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CDU-Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach (r.) neben Hermann Schiefer im Gespräch mit den Kita-Leitungen. Foto: Kirchenkreis
Im Evangelischen Kirchenkreis Unna informierte sich kürzlich die Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach (CDU). Einen ganzen Tag nahm sie sich Zeit, um in drei Gesprächsrunden mit den Kitaleitungen, Vertretern der Träger sowie Elternvertretern zu sprechen. Hintergrund ist die Änderung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz), das 2008 von der damaligen Landesregierung eingeführt wurde.

Scharrenbach wollte wissen, was sich in den Jahren bewährt hat, was gar nicht klappt und welche Neuerungen gewünscht werden. Dabei wurde schnell deutlich, dass die unzureichende Finanzierung der Kitas an Dramatik zugenommen hat.
So können trotz Erhöhung der Kibiz-Pauschalen und zusätzlicher Mittel aus dem Betreuungsgeld allein die tariflichen Steigerungen der Personalkosten nicht aufgefangen werden. Somit kann sich kaum eine Kindertageseinrichtung aus Trägerschaft des Kirchenkreises vollständig finanzieren. Immerhin werden von den evangelischen Kirchengemeinden vor Ort und im Kindergartenwerk des Evangelischen Kirchenkreises Unna insgesamt 26 Einrichtungen geführt. Das sind mit 77 Gruppen rund 1.600 Kita-Plätze. Um eine Fortführung zu gewährleisten sind Änderungen nötig. So müsse es Alternativen zur jetzigen Regelung der pauschalen Landesmittel geben, erläuterte Hermann Schiefer, Geschäftsführer des Kindergartenwerkes.
Mit der knappen Finanzierung verbunden ist auch die Qualität der pädagogischen Arbeit. So können die Kindertageseinrichtungen nur mit einer Mindestbesetzung an Personal geführt werden. Die im Kibiz formulierten Qualitätsstandards seien damit aber nicht zu leisten. Auch hier müsse es finanzielle Unterstützung vom Land geben, um beispielsweise die Kita-Leitungen für ihre Leitungsaufgaben freizustellen oder Mitarbeiter-Fortbildungen zu gewährleisten.
CDU-Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach nahm die Anregungen und Forderungen auf. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass mehr Geld ins System fließe. Sie machte auch deutlich, dass die CDU die kirchlichen Träger im Boot behalten möchte. Hermann Schiefer zeigte sich erfreut, dass das neue Kinderbildungsgesetz nicht fernab von der Realität entwickelt wird, sondern Betroffene mit einbezogen werden.
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