Aschenputtel im Revier - Wiederaufnahme des Ballett-Erfolgs "Ruß" im Musiktheater

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Bridget Breiners Aschenputtel lebt in einem Kohleabbaugebiet und der Prinz ist der Sohn eines Großindustriellen... (Foto: Costin Radu)
Gelsenkirchen: Musiktheater im Revier |

In ihrem Handlungsballett „Ruß“ erzählt Bridget Breiner, Ballett-Direktorin des Balletts im Revier, ihre ganz eigene Version des berühmten Märchens vom Aschenputtel, dessen wundersamer Aufstieg vom ungeliebten Stiefkind zur schönen Prinzessin seit jeher die Fantasie seiner Leser beflügelt.

Aus der Perspektive der älteren Stiefschwester Livia erfährt der Zuschauer von Aschenputtels Weg: Ein Mann stirbt, sein Tod ändert alles für die zurückbleibende Frau und ihre zwei Töchter Livia und Sophia. Als das soziale Elend droht, beschließt die Mutter, fortan um jeden Preis für das Glück ihrer Familie zu kämpfen. In einem Kohleabbaugebiet findet sie schließlich den erhofften Versorger für sich und ihre beiden Kinder. Doch auch der neue Mann bringt eine Tochter mit in die Ehe.
Clara ist unbeschwert, offen und natürlich - ganz anders als ihre sensible Stiefschwester Livia, die unter der Kontrolle ihrer ehrgeizigen Mutter leidet. Livia ist hin- und hergerissen zwischen glühender Bewunderung und rasender Eifersucht auf die unbekümmerte Clara. Als beide Mädchen auf einem Fest dem Sohn des örtlichen Großindustriellen vorgestellt werden, werden aus den Stiefschwestern Rivalinnen...
Illustriert wird die Handlung von einer musikalischen Collage aus Johann Strauß' (Sohn) 1901 komponierter Ballettmusik zu „Aschenbrödel“, die teils live vom österreichischen Akkordeonisten Marko Kassl zu Gehör gebracht wird, modernen Akkordeon-Kompositionen und amerikanischen Arbeiterliedern der 30er Jahre.
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