Aufführung der Markus-Passion

Anzeige
Reinhard Keisers Markus-Passion ist seltener zu hören und nur Kennern der Szene bekannt. Zu unrecht, fand Hajo Wienroth, Leiter des Europäischen Barockorchesters Le Chardon. Vier Kirchengemeinden, darunter die Ev. Kirchengemeinde Buer-Beckhausen, beschenken ihre Region mit der Aufführung der Musik Keisers, hervorragende Gesangssolisten und international renommierte Instrumentalisten konnten für dieses Projekt gewonnen werden. In Buer findet das Konzert in der Bergstraße 9 am Sonntag, 27. März, 11 Uhr, statt.

Kürzer als von Bach gewohnt, aber ausdrucksstark sind die Rezitative und Arien, trotz der barocken Texte in den Arien gut verständlich. Einige Stilmittel Keisers (zum Beispiel die Hervorhebung der Christus-Worte durch eine“Klangkrone“ der Streicher) hat Bach in seinen eigenen Passionskompositionen umgesetzt, natürlich dann noch durchdachter. Keisers Passion steht am Anfang der Entwicklung der Passionskomposition in Deutschland, die nicht unumstritten war - man hatte Bedenken, dass eine eher opernhafte Darstellung eines so ernsten Themas nicht angemessen sei. Die wunderschöne Musik nimmt den Hörer aber eher an die Hand und hilft, sich den Grundfragen menschlicher Existenz zu stellen, die durch das Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu eine Deutung und Lösung erfahren.

Die Passionsmusik wird wie zu Bachs Zeiten in zwei Teilen aufgeführt, unterbrochen durch einen kurzen gedanklichen Impuls zur Hauptarie in Keisers Werk: durch Jesus haben Menschen wieder Zugang zum „Baum des Lebens“, der uns „jenseits von Eden“ verwehrt war.
Es musizieren das Vokalensemble Lorica Vitae und das Europäische Barockorchester Le Chardon. Der Eintritt zu diesem Konzert-Gottesdienst ist frei. Über Spenden zur Finanzierung freut die Ev. Kirchengemeinde.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.