Begegnung im Sachs

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Das Thema des Bürgertalks im März heißt Stolz. Das Gespräch findet am Montag, 13. März, um 17 Uhr im Sachs-Bistro, Ebertstraße 11, statt.
In früheren Jahrhunderten - und auch noch im aktuellen Katholischen Katechismus von 1997 - gehört Stolz zu den Hauptlastern, also zu den Charaktermängeln, die für schwere Sünden verantwortlich sind. Gleichwohl gehört zum modernen Menschen, dass er seine Biografie zu gestalten und zu „optimieren“ habe. Wer da nicht auf etwas stolz sein kann, der ist wohl an diesem Anspruch gescheitert.

Und tatsächlich erleben sich viele Menschen nicht als wirksam und zugehörig, fühlen sie sich überflüssig oder werden als solche deklariert und bleiben ohne Anerkennung. Was macht das mit ihnen? Andere schauen auf sie herab. Denen der Zufall des Geburtsortes oder die elterlichen Vermögensbestände, wie auch immer erworben, bessere Lebensumstände beschert haben, fühlen sich zu Überheblichkeit veranlasst. Gibt es Selbstbewusstsein ohne Stolz und ist er insofern lebensnotwendig? Oder zerstört er als Überheblichkeit Solidarität und Zusammengehörigkeit?

Worauf kann man stolz sein? Auf die eigenen Talente und Fähigkeiten, auf die eigenen Leistungen, auf seine Familie, auf die Eltern, auf die Kinder? Auf das eigene Volk, was immer das sei, auf dessen Geschichte? Auf den Fußballverein, dem man anhängt - wenn er siegt? Im Volksmund heißt es auch „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz“.

Solche und weitere Fragen stehen bei „Begegnung im Sachs“ im Mittelpunkt der Diskussion. Die Organisatoren sind Nachbarschaftsstifterinnen, ZWARler und weitere Interessierte und moderieren abwechselnd die Diskussion und sorgen dafür, dass man einander auf Augenhöhe begegnet und einander ernst nimmt, dass also eine demokratische Gesprächskultur gepflegt wird. Diesmal ist Dr. Wilfried Reckert der Moderator.
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