„Das Totenschiff“ - Traven-Biograph erläutert den Autor und führt ins Stück ein

Wann? 05.05.2017 20:00 Uhr

Wo? die Flora , Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen DE
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Auf der Bühne zu sehen sind: Ulrich Penquitt, Alexander Welp, Tanja Brügger, Jesse Krauß, Finn Brand, Christian Becker und Timo Knop. Für Traven-Fans dürfte die Begegnung mit dessen Biographen Jan Christoph Hauschild am Samstag, 6. Mai, ab 19 Uhr ein Muss sein, der als Kenner des Autoren über das Stück aber auch die Persönlichkeit des B. Traven berichten wird. (Foto: Privat)
Gelsenkirchen: die Flora |

B. Traven gehört zu den geheimnisvollsten Autoren der Weltliteratur. Unter anderem Namen arbeitete er beispielsweise 14 Monate als Gewerkschaftssekretär in Gelsenkirchen.



In seiner Zeit als Schriftsteller schuf B. Traven zwölf Romane und viele Erzählungen, in denen sich Abenteuerromantik und ironischer Humor mit Kapitalismuskritik verbinden. Zu den bekanntesten Werken B. Travens gehört sein zweiter Roman „Das Totenschiff“ aus dem Jahr 1926. Das Trias Theater Ruhr spielt den Klassiker noch einmal an zwei Abenden am Freitag, 5., und Samstag, 6. Mai, jeweils um 20 Uhr in der „flora“, Florastraße 26. Am Samstag gibt es als Special bereits ab 19 Uhr eine Betrachtung der Persönlichkeit Traven und eine Einführung ins Stück durch den Traven-Biographen Jan Christoph Hauschild.
Der Held der Inszenierung unter der Regie von Jens Dornheim ist Gerald Gale, ein amerikanischer Seemann aus New Orleans. Er verpasst in Antwerpen sein Schiff. Sein einziges Identitätsdokument, seine Seemannskarte, ist an Bord geblieben. So erfährt er wie unmöglich es ist, ohne Papiere einen gesellschaftlichen Status zu erhalten.
Als Staatenloser wird er über Landesgrenzen abgeschoben und macht eine Irrfahrt durch Westeuropa, bis er auf dem heruntergekommenen Dampfer „Yorikke“ landet.
Auf diesem „Totenschiff“ arbeiten außer dem Kapitän nur Seeleute, die keine Papiere mehr haben – das Schicksal von Gale und der Yorikke ist ungewiss…
Der Klassiker von Traven ist heute wieder so aktuell wie nie zuvor. Neben seinem kritischen Blick auf eine unmenschliche Gesellschaft hat der Text (Adaption: Ulrich Penquitt) einen bis zur Absurdität gesteigerten Galgenhumor. Mit der damals noch gerne kolportierten Seefahrerromantik räumt Traven indes schonungslos auf.
Die Regie für das Trias Theater Ruhr sollte ursprünglich Elmar Rasch von der Bühne im Revier führen, der jedoch leider letztes Jahr im Frühjahr verstarb. Jens Dornheim, künstlerischer Leiter vom freien Theater glassbooth, konnte für den Regieposten gewonnen werden.
Mitfahrkarten zum Preis von 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, gibt es in der Tourist-Info im Hans-Sachs-Haus, Ebertstraße 11. Reservierungen sind möglich unter Telefon 169-9105.
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