Der Vater der Ruhrgebiets-Passion ist tot

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Elmar Rasch in einer für ihn typischen Pose als Regisseur, der sagt wo es lang geht. Foto: Archiv
Gelsenkirchen: evangelische Kirche Rotthausen |

Gesundheitlich angeschlagen war der Gelsenkirchener Schauspieler und Regisseur Elmar Rasch schon seit einigen Jahren. Doch seine Liebe zu den Brettern, die die Welt bedeuten, half ihm sprichwörtlich immer wieder auf die Beine.

Zuletzt in der Theaterszene unterwegs war Rasch beim ersten Gelsenkirchener Kultursalon. Er ließ es sich nicht nehmen, zu sehen, was sich in Gelsenkirchen kulturell bewegt und tut. Er war ein unermüdlicher Streiter für das Sprechtheater und widmete sich der Ausbildung junger Talente.

Elmar Rasch war ein Garant für gute Laune


In Gelsenkirchen sorgte er mit seinen Stücken oft für Spaß und gute Unterhaltung, wie mit seiner Kunstfigur Erich Koschorrek oder zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als er damit überraschte, als es hieß „Der Kaiser kommt zum Emscherbruch“. „DreiEckenElfer“ und „Drei alte Männer wollen nicht sterben“ waren Kooperationen seiner Bühne im Revier (BiR) mit dem Trias Theater Ruhr.

Die Ruhrgebiets-Passion war seine Herzensangelegenheit


Für Aufsehen weit über die Stadtgrenzen hinaus sorgte Elmar Rasch mit seiner Ruhrgebiets-Passion, die er 2013 erstmals mit vielen Laiendarstellern und einigen professionellen Schauspielern in Gelsenkirchen inszenierte. Im letzten Jahr fand die zweite Ruhrgebiets-Passion wiederum in der evangelischen Kirche an der Steeler Straße statt und Rasch führte, damals schon sichtlich angeschlagen, Regie.

Noch im Hospiz ließ ihn das Theaterfieber nicht los


Selbst im Hospiz plante und feilte Elmar Rasch an einem gemeinsamen Projekt mit Ulrich Penquitt und dem Trias Theater. Wie Penquitt sagt: „Der Geist war noch willig, aber der Körper zu schwach.“
Danke für viele unterhaltsame Stunden, streitbare Gespräche mit konstruktiver Kritik und warme Worte der Wertschätzung.
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