Die Csárdásfürstin feiert am 19. Dezember im Musiktheater im Revier Premiere

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Petra Schmidt schlüpft am MIR in die Rolle der Czárdásfürstin. (Foto: Pedro Malinowski/MiR)
Gelsenkirchen: Musiktheater im Revier |

Am Freitag, 19. Dezember, feiert die Operette „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán um 19.30 Uhr im MiR Premiere.

Ein Stück, das 1915 in Wien seine Uraufführung hatte und zum größten Erfolg seines Komponisten wurde. Auch die Umsetzung von Dietrich W. Hilsdorf spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges. „Das lässt sich auch sehr schnell an den Kostümen und Texten erkennen. Es ist sehr authentisch, nur etwas verkürzt und geschärft“, erzählt Hilsdorf.

Die Gattung der Operette scheint für viele vielleicht veraltet, Dramaturgin Juliane Schunke erklärt das Ausbleiben des Genres so: „In der Nazi-Zeit wurden viele Stücke verboten oder geglättet, ihr Witz ging verloren und so entstand auch der Bruch. Aber das Genre ist ganz wunderbar. Und in diesem Fall ist es vor allem auch ein sehr gutes Stück mit einer zu seiner Zeit dem Leben nachgeformten Handlung.“

Die Operette vereint Schauspiel, Tanz und Gesang und wird so zu einem vielseitigen und inhaltsreichen Arrangement. „Das Bühnenspiel lässt einen auch sehr viel über die damalige Zeit erfahren. Wir haben viel gelernt und das Publikum kann es auch. Und natürlich entsteht ganz nebenbei auch eine Parallele zum Jetzt“, sagt Dieter Richter, verantwortlich für das Bühnenbild. Denn „Die Csárdásfürstin“ zeigt wie der Krieg schier vor der eigenen Haustür sein kann und das eigene Leben trotzdem ganz normal weitergeführt wird.

„Das Wort Konzept lehne ich ab. Mein Konzept ist, dass der Darsteller mich überzeugt“
Dietrich W. Hilsdorf, Regie



„Die Musiknummern sind bekannte Hits. Das besondere ist, dass hier auch die Musik etwas erzählt und sich in das restliche Geschehen einfügt“, sagt Svetoslav Borisov, der selbst sagt, dass er durch seine Herkunft vom Balkan, die passende Musik für das Stück im Blut hat.
Bernd Schindwoski hat nach drei Jahren Auszeit vom MiR die Choreographie für die Csárdásfürstin übernommen. „Das Stück ist spannend, die Musik wunderbar und stark. Ich bekomme die Ohrwürmer gar nicht mehr aus dem Gehirn“, lächelt er. In die Choreographie ist auch Standardtanz integriert, was für die Tänzer schwerer zu erlernen war als für die Sänger, wie der Choreograph mit einem Schmunzeln berichtet. Eine weitere Herausforderung war es die Choreographie in das Bühnebild anzupassen. Denn das Stück spielt zum größten Teil in einem Zug. „Aber auch das haben wir wunderbar hinbekommen“, schließt Schindowski.
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