Dvorák-Requiem im dritten Sinfoniekonzert

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In der stillen Jahreszeit vermitteln traditionell auch die Konzertprogramme ein Nachsinnen über die Endlichkeit. Requiem-Vertonungen stehen hier ganz obenan, doch jenseits von Brahms, Mozart oder Verdi gibt es zu Unrecht vernachlässigte Werke zu entdecken.


Die Neue Philharmonie Westfalen widmet sich im 3. Sinfoniekonzert im Großen Haus des MiR am Montag, 13. November, um 19.30 Uhr mit dem Städtischen Musikverein, dem Opernchor und Solisten dem Requiem op. 89 von Antoní­n Dvorák.
Anders als seine Sinfonien und Kammermusikstücke sind die zahlreichen Chorwerke und Opern Dvoráks außerhalb seiner tschechischen Heimat immer noch wenig bekannt. An melodischer Schönheit und Tiefe der Gedanken kann es Dvoráks Requiem mühelos mit den großen Beiträgen zu diesem Genre aufnehmen. Es entstand nicht für einen kirchlichen Anlass, sondern für eine Konzertaufführung: Dvorák erhielt wiederholt Aufträge aus England, wo er sehr beliebt war. 1891 wurde sein Requiem beim Birmingham Music Festival uraufgeführt. Es durchschreitet die ganze Skala der Totenmesse: von Furcht und Schrecken am "Tag des Zorns" über die Bitte um Erlösung bis zur tröstlichen Glaubensgewissheit des "Lux aeterna", des Ewigen Lichtes. Streng und fast archaisch wirkt Dvoráks Vertonung, die eine grelle Plakativität bewusst vermeidet.
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