Gelsenkirchener Komponist Mario Stork mit neuestem Werk am Original-Schauplatz in Bayreuth

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„Friedelinds Wahnfried“ heißt das neueste Projekt von Mario Stork, das er morgen in Bayreuth präsentiert. Foto: -lut
 
In die Rolle der Friedelind Wagner schlüpft dabei die Musical-Darstellerin Michaela Schober aus Oberhausen.Foto: Privat

Wenn ein Gelsenkirchener Komponist in Bayreuth sein neuestes Werk vorstellt - und es dabei auch noch um eine Wagner geht -, dann ist das etwas ganz Besonderes:Mario Stork präsentiert morgen, 8. Mai, sein neuestes Musical„Friedelinds Wahnfried“

Und auf der Homepage des Wagnermuseums hört sich das so an: „Am Sonntag, 8. Mai, jährt sich der 25. Todestag Friedelind Wagners. Aus diesem Anlass wird erstmals ein Musikprojekt über die wechselvolle, dramatische Biografie der Wagner-Enkelin öffentlich vorgestellt: Am Originalschauplatz von Friedelinds Jugend, im Saal von Haus Wahnfried, veranstaltet das Richard Wagner Museum eine Konzert-Performance von Dirk Schattner und Mario Stork.“
„Mit dem Autor Dirk Schattner habe ich bereits bei meinem Verdi-Musical zusammengearbeitet. Als er mich ansprach, ob ich Lust hätte, für diese Geschichte die Musik zu komponieren, da war ich sofort dabei“, erinnert sich der Gelsenkirchener Mario Stork. „Die Präsentation am Sonntag ist für uns ein sogenanntes erstes „Reading“, da stellen wir die allererste Fassung des Stückes, die im letzten halben Jahr entstanden ist, konzertant vor.“ Unterstützt werden die beiden dabei von Schattners Ehefrau, der Sopranistin Kathryn Wieckhorst, die die Winifred singt und von der Musical-Darstellerin Michaela Schober aus Oberhausen, die die Rolle der Friedelind übernimmt. Darüber hinaus ist noch ein Quartett aus Mario Storks„Sound of Music“-Chor mit von der Partie. „Ich selbst sitze am Klavier und singe den Siegfried“, sagt Stork und gibt zu, dass er aufgeregt ist. „Wir wollen nach der Präsentation mit dem Publikum ins Gespräch kommen, teilen auch Fragebögen aus, um wirklich ein Feedback zu bekommen, damit wir das Stück weiterentwickeln können“, berichtet er. „Und ich darf den Original-Flügel spielen, ja, ich bin ein bisschen nervös.“
Friedelind Wagners Leben hat das Zeug zum Musical, weil sie wohl die rebellischste Enkelin des großen Komponisten Richard Wagner war. Sie lehnte sich gegen ihre Eltern, Siegfried und Winifred, auf, lehnte den Nationalsozialismus ab und wanderte folgerichtig 1939 in die USA aus. In ihr Zuhause - besagtes Haus Wahnfried, in dem Mario Stork morgen am Flügel sitzt - kehrte sie nie wieder wirklich zurück...
Doch „Friedelinds Wahnfried“ ist nicht das einzige Projekt, an dem Mario Stork zurzeit arbeitet. „Ja, ich habe gut zu tun“, freut sich der Musiker, der weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, in seinem Beruf von demselben auch leben zu können. „Das geht inzwischen, auch wenn man nicht reich wird“, schmunzelt er. Ein paar Herzensprojekte gehören da definitiv zu den Einkommensquellen: „Ich bin mit vier bekannten Musical-Darstellern zurzeit in Deutschland und Österreich mit einem „Merci Cherie“-Konzert unterwegs, das sehr viel Spaß macht“, erzählt er. Dafür hat Stork alle Arrangements geschrieben und er sitzt am Keyboard. „Ich mag Udo Jürgens, deshalb war das eine besondere Aufgabe für mich. Und es ist jetzt schön, wenn nach den Konzerten so richtige Udo Jürgens-Fans zu mir sagen, wie gut es ihnen gefallen hat.“ Manche sagen sogar: Es hätte Udo gefallen... „Am 17. Juli sind wir mit dem Konzert in Oelde, im Ruhrgebiet waren wir leider noch nicht.“
Und dann spielt Mario Stork auch noch Theater... „Das war sehr verrückt, als Bernd Julius Arens vom Katielli-Theater in Datteln mich gefragt hat, ob ich beim Musical „Festgepoppt“ mitspielen möchte, da habe ich nicht nur wegen des Titels gestutzt“, grinst Stork. „Theater gespielt habe ich wirklich schon lange nicht mehr, aber es ist ein tolles Team. Und ich habe bei den Proben so viel gelacht, wie schon lange nicht mehr.“ Nach der Premiere war schnell klar: Auch das Publikum lacht sich kaputt, das Stück war ganz schnell bis zur Sommerpause ausverkauft. „Es gibt aber weitere Termine im Herbst“, verspricht Stork. Und: „Es ist echt nicht so schlüpfrig, wie es sich anhört, sondern vor allem zum Ablachen...
Doch morgen steht zunächst das dramatische Leben von Friedelind Wagner auf dem Programm des Komponisten - am Originalschauplatz. Toi, toi, toi! Gelsenkirchen würde sich freuen, Gastgeber der Uraufführung des Stückes in der Endfassung zu sein...
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