Jazztage im Jahr vor der 30

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Die Jazztage gehören mittlerweile zu Gelsenkirchen wie Schalke 04 oder die Bergbautradition. Am ersten Septemberwochenende 2016 findet das große Musikfest bereits zum 29. Mal statt. Aber auch die Jazztage befinden sich nach fast 30 Jahren im Wandel.

Sieben Bühnen mit 150 Musikern aus vier Nationen verwandeln die Gelsenkirchener Altstadt für drei Tage erneut zu einem der Hotspots der Jazzszene. Ruhrgebietsweit und darüber hinaus.
Die Gelsenkirchener Jazztage sind seit fast drei Jahrzehnten eine Institution und die Stadt ohnehin für ihre Affinität zu einigen Genres dieser Musikart bekannt. Sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus. „Durch unsere stets internationale Aufstellung hatten wir auch immer Aufmerksamkeit aus ganz Europa“, sagt Veranstalter Rolf Wagemann.
Wagemann ist der „Jazzpapst“ aus Gelsenkirchen. Er ist seit 1988 der Mann hinter den Jazztagen. „Ich weiß noch, wie ich hier vor knapp 30 Jahren stand und zu hören bekam: 'Ach Jazz! Hier in Gelsenkirchen doch nicht'“, lacht Wagemann. Der Rest ist Geschichte. Auch auf die 29. Ausgabe seiner Jazztage freut er sich wie am ersten Tag. Mit dabei sind diesmal unter anderem Größen des Dixieland oder Swing wie The Juggets Jazzband aus den Niederlanden, Steve Yocum aus den USA oder die Old Merry Tale Jazzband aus Hamburg. Letztere kennen Gelsenkirchen bereits seit 1981 und einem legendärem Auftritt im Revierpark bestens, und werden bei den Jazztagen diesmal hier ihr 60-jähriges Bühnenjubiläum feiern.
Über alte Haudegen wie die Hamburger freue sich Wagemann immer ganz besonders, aber auch er wisse, dass er heutzutage ebenso neue Zielgruppen erschließen muss: „Die Jazztage sind ja nicht mehr das reine Jazzfestival von einst. In den letzten Jahren kamen auch Blues, Oldies, Rockabilly oder Rock 'n' Roll hinzu.“ Für dieses Jahr sei Wagemann übrigens zufrieden, wenn die unterschiedlichen Bands an den drei Tagen insgesamt eine Besucherzahl im höheren vierstelligen Bereich anlocken. Danach freue er sich schon auf das 30-jährige Jubiläum 2017.
Das wolle er als Veranstalter noch übernehmen, wie es danach weitergeht müsse noch geklärt werden. „Irgendwann in naher Zukunft wäre es für mich mal schön, die Jazztage ganz in Ruhe als einfacher Zuschauer vor der Bühne genießen zu können“, lacht der Ehrenbürger von New Orleans, der Ur-Stadt des Jazz. Nach all der Kulturarbeit, die Wagemann für die Stadt Gelsenkirchen geleistet hat, sei ihm die Erfüllung dieses Wunsches nur gegönnt.
Alle Infos zu den Jazztagen 2016 findet man unter „Termine“ auf: www.jazz-rolf.de
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