Kann es Liebe sein? - Premiere von "König Hamed und Prinzessin Sherifa"

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Peter Rembold, Thomas Diestler und Philipp Werner (v.l.) zogen die Kinder mit der Oper „König Hamed und Prinzessin Sherifa“ in ihren Bann.Foto: Pedro Malinowski/MiR
Gelsenkirchen: Musiktheater im Revier |

Mit „König Hamed und Prinzessin Sherifa“ feierte das erste Musiktheaterstück für Kinder in dieser Saison Premiere im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier (MiR). Es ist geeignet für Kinder ab acht Jahre.

Drei Männer schlüpfen in alle Rollen, die das Stück vorsieht, dabei beweist vor allem Philipp Werner als Erzähler, Mutter, Erste Frau, Diener und Marktverkäufer große Verwandlungskunst.
Countertenor Thomas Diestler wird als König Hamed von seiner Frau betrogen, deshalb verbannt er alle Frauen aus seinem Land (bis auf seine Mutter). Endlich gibt es nur noch Fußball und das Beste: Nichts ist rosa...
In Prinzessin Sherifas Land fragen sich die Damen - unsere drei Darsteller auf hinreißenden rosa Pumps mit silber Glitzer-Absatz - hingegen, wie (dreckig) es wohl aussieht, wenn nur Männer in einem Land hausen. Und das Schlimmste: Nichts ist rosa... Also verkleidet sich Prinzessin Sherifa als Mann und besucht König Hamed. Der freundet sich mit „Prinz Sherif“ an - und fragt sich bald, warum er ihn so mag. Ob er eine Frau ist? Nach Beratung mit der eigenen Mutter stellt er den Prinzen vor Aufgaben, mit denen er beweisen will, dass der Prinz eine Prinzessin ist...

Mit Spielfreude und Verwandlungskunst

Mit großer Spielfreude jonglieren Diestler, Werner und Rembold mit den Rollenklischees unserer Gesellschaft. Herrlich, dass König Hamed unentwegt Rat bei seiner Mutter sucht, obwohl Frauen ja eigentlich verbannt sind. Prinzessin Sherifa ist, wenn‘s drauf ankommt, männlicher als er selbst, was ihm doch zu denken gibt.
Stimmgewaltig singen sich die drei Sänger durch die komplizierte Partitur von Zad Moultaka, glänzen mit tollen schauspielerischen Leistungen und holen sich zum Schluss den verdienten Applaus des Nachwuchses ab. Sieben Koffer mit Requisiten vom rosa Pumps bis zum beige-farbenen Telefon helfen, das Wechselspiel auf der Bühne zu verstehen. Das einzige, was ein bisschen fehlt, ist ein Ohrwurm, den man auf dem Nachhauseweg summt, den hat das sehr schöne Kinderstück nicht zu bieten.

Weitere Termine: 16. Dezember, 16 Uhr; 20. Dezember, 14 Uhr - und viele Vormittags-Vorstellungen. Karten-Telefon 4097200.
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