Magische Leseerlebnisse für den Sommer 2018

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Sabine Piechaczek (2.v.l.) und ihr Team stellten ihre ganz persönlichen Tipps für den Lese-Sommer 2018 vor. Foto: Gerd Kaemper

Die Stuhlreihen in der Buchhandlung Junius sind wohlgefüllt, wenn Inhaberin Sabine Piechaczek und ihr Team ihre Lese-Empfehlungen für den Sommer aussprechen. Liebevoll haben sie die Werke ausgesucht, die sie dem gespannten Publikum dann ans Herz legten.

Dabei ist es auch schön, wenn sich auf der Liste, die es natürlich auch in schriftlicher Form für die lesebegierigen Besucher gab, das eine oder andere Werk findet, das schon im eigenen Bücherschrank steht und darauf wartet gelesen zu werden.
Ute Deelmann empfiehlt nämlich "Keyserlings Geheimnis" von Klaus Modick, das an den Starnberger See entführt und Eduard Graf Keyserling und seine Künstlerfreunde, die um die Jahrhundertwende dort lebten, lebendig macht. Ihre zweite Empfehlung ist der "Prix Concourt"-Preisträger aus Frankreich: Erik Vuillards "Die Tagesordnung" beschreibt Hitlers Machtergreifung und die Nationalsozialisten mit überraschenden Perspektiven.
Bettina Edeler empfiehlt Arno Geigers "Unter der Drachenwand", das die Geschichte eines jungen, österreichischen Soldaten, der 1944 verletzt wird, erzählt. Deutschland aus Sicht eines jungen Mannes aus der Mongolei: diese Geschichte erzählt Galsan Tschinag in "Kennst du das Land" und sie hat Bettina Edeler ebenfalls gut gefallen.
Den Krimi "Totenweg" von Romy Fölck legte Beate Hillmann den Leseratten ans Herz und damit ein neues generationen-übergreifendes Ermittlerduo. Zudem empfahl sie mit Vanessa Montforts "Frauen, die Blumen kaufen" ein magisches und wohltuendes Leseerlebnis.
Sabine Piechaczek hat drei Empfehlungen für den Sommer: "Der Zopf" von Laetitia Colombani erzählt die Geschichte von drei Frauen - eine aus Indien, eine aus Italien und eine aus Kanada. "Die spannenden Erzählstränge werden kunstvoll und höchst unterhaltsam miteinander verflochten", verspricht Sabine Piechaczek. Eine Wiederentdeckung, die neue übersetzt wurde, ist Laurie Lees "Cider mit Rosie", den sie eine "literarische Kostbarkeit aus England" nennt. Und zuletzt hat sie noch einen Tipp für Tierfreunde "Sniffler" von Hans Traxler ist ein „durchgeknallter Dachshund“ , der ein deutsches Ehepaar terrorisiert, das den Landsitz und den Hund seiner britischen Freunde während des Sommers hütet.
Wolfgang Piechaczek hat es "Das Meer" von Wolfram Fleischauer angetan, weil der Autor es versteht, brisante Themen mit atemloser Spannung zu verknüpfen. Krimitechnisch hat er sich für Jan Weilers "Kühn hat Ärger" entschieden, das den Ermittler mit dem Namen Kühn in die High Society Münchens verschlägt.
Andrea Reichelt begeistert sich für "Wenn Martha tanzt" von Tom Saller. Erzählt wird die Geschichte der 1900 in Pommern geborenen Martha, die Künstlerin werden will, nach Weimar geht und ihre Leidenschaft fürs Tanzen entdeckt - dann kommen die Nazis, sie kehrt in die Heimat zurück, dann verliert sich ihre Spur, bis...
Krimi-Freunden möchte sie Norbert Horsts Kurzkrimis vorstellen: "Splitter im Auge, Mädchenware, Kaltes Land". Der Autor ist selbst Kriminalhauptkommissar, seine Krimis spielen im Ruhrgebiet.
Peter Wöhrl möchte, dass sich viele Leser im Sommer von Fernando Aramburus "Patria" ins Baskenland entführen lassen, der die Geschichte eines Dorfes und seiner Entwicklung durch den politischen Terror erzählt. "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" von Rachel Joyce ist dann sozusagen das Gegengift zum düsteren Aramburu, denn Mr. Frank spürt, welche Musik Menschen brauchen um glücklich zu werden ...
Die Unwägbarkeiten einer Flugreise, die mit Verspätungen einher gehen kann, verhinderten, dass Christel Würthen ihre Tipps persönlich vorstellen konnte. Doch wäre sie da gewesen, hätte sie sicher flammende Worte für Milena M. Flasars "Herr Kato spielt Familie" und Heinrich Steinfests "Die Büglerin" gefunden.
Der Sommer kann also kommen, letzte Woche hatte man ja schon fast das Gefühl er wäre bereits da, für Lesestoff ist bei jedem Wetter gesorgt ...
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