Mord auf der Zeche

Anzeige
Autorin Margit Kruse mit ihrem neuesten Roman: „Zechenbrand“. Foto: Triantafyllidis
Neues Buch der Gelsenkirchener Autorin Margit Kruse

Trotz Erkältung ähnelt Margit Kruse eher einer Frohnatur als einer düsteren Krimiautorin - aber der Schein trügt, denn „Zechenbrand“, Kruses neuester Roman und zweiter Krimi, hat es in sich!

Von Deborrah Triantafyllidis

Schlägt man „Zechenbrand“, auf, wird man sofort in den Bann gezogen: Die deskriptiven Kräfte der Autorin Margit Kruse sorgen dafür, dass man sich schon nach ein paar Zeilen in die Geschichte und die Zechenlandschaft, die Kruse so vertraut ist, hineinversetzt fühlt.
Angefangen hat alles mit einem kleinen Schreibkurs, den Kruse vor Jahren bei der Buchhandlung Junius machte. „Wir mussten zum Thema ‚Klassentreffen‘ eine kleine Geschichte schreiben, daraus entstand dann mein erstes Buch, ‚Wir Kinder der 60er und 70er‘„, erinnert sich die Autorin.
Freiberufliche Autorin ist Kruse, ein echtes Kind des Ruhrgebiets und Gelsenkirchenerin mit Leib und Seele, seit 2004. Inklusive „Zechenbrand“ hat Kruse bis heute fünf Bücher veröffentlicht, davon zwei Krimis - selbstverständlich immer mit Lokalcouleur. Das erste Buch der „Reihe“ mit Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld wurde unter dem Titel „Eisaugen“ veröffentlicht.
„Mein Arbeitszimmer überblickt das Zechengelände der Zeche Bermannsglück, die in diesem Roman die Hauptrolle spielt“, erklärt die Autorin und gesteht, dass sie sogar in derselben Siedlung lebt, in der sich das Buch abspielt.

Aktueller, realer Streit mit falschen Leichen

Aktualität ist der Autorin wichtig. So nahm sie den realen Streit zwischen Investorengruppe und Bürgerinitiative um das Zechengelände Bergmannsglück als Leitfaden für ihre Story. „Der Streit ist real - aber die Leichen habe ich erfunden!“ scherzt Kruse.
Ihre Protagonistin, Margareta Sommerfeld, erinnert ein wenig der beliebten Miss Marple. Doch Kruses Hauptinspiration sind nicht die Krimiklassiker, sondern ihre Umwelt: „Ich war total begeistert, als ich das erste Mal das alte Verwaltungsgebäude auf dem Zechengelänge besuchte!“
Ein dritter Krimi der Reihe ist bereits fast fertiggestellt, darin wird es um einen Heiratsschwindler, der in unserer schönen Stadt sein Unwesen treibt, gehen. Ein vierter Roman befindet sich in Planung. „Krimis schreiben liegt mir einfach“, lacht die Autorin. Trotzdem wird sie ihr Händchen demnächst auch an einem Kinderbuch versuchen.
Wer „Zechenbrand“ und seine Macherin live erleben will, ist zur Lesung am Samstag, 16. Februar, 15 Uhr, in der Buchhandlung Junius, Sparkassenstraße 4, eingeladen. Besonderes Highlight: Die Lesung wird vom Knappenchor St. Barbara musikalisch begleitet. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Anmeldung unter Tel. 23774 gebeten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.