Musical-Premiere in Tecklenburg: Packende "Rebecca"

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Verzweifelt beichtet Maxim de Winter (Jan Ammann) seiner jungen Frau die wahre Geschichte über seine erste Frau Rebecca: "Kein Lächeln war je so kalt...". Foto: Andre Havergo/Freilichtspiele Tecklenburg

Auf der Freilichtbühne in Tecklenburg, rund 70 Autominuten von Gelsenkirchen entfernt, feierte am Freitag das Musical "Rebecca" Premiere. Von Fans gespannt erwartet, nicht nur weil es höchst prominent besetzt ist, sondern weil sich alle fragten, wie man das berühmte Manderley auf die Freilichtbühne bringt.

Regisseur Andreas Gergen liefert mit sehr viel Kreativität ein Musical-Erlebnis ab, das der düster-gruselig-spannenden Vorlage von Daphne du Maurier, die einst schon Hitchcock zu einem Film inspirierte, absolut gerecht wird. Sein stimmgewaltiges Star-Ensemble und ein 30-köpfiges (!) Orchester machen den Abend perfekt.

Stimmgewaltiges Star-Ensemble

So folgt man den Darstellern federleicht nach Monte Carlo, lernt Mrs. van Hopper (Anne Welte) kennen und nicht mögen und verliebt sich zusammen mit der hinreißenden Milica Jovanovic ("Ich") in den vermögenden Witwer Maxim de Winter (ausdrucksstark: Jan Ammann). Auch wenn dieser von Dämonen umgeben zu sein scheint.
Es geht nach Hause - und schon steht das Publikum unter der gestrengen Fuchtel von Haushälterin Mrs. Danvers (eine ihrer Paraderollen: Pia Douwes) und Manderley nimmt Gestalt an. Dort wird das frisch verliebte Paar von der Realität eingeholt: Die Dämonen werden lebendig, der Ehemann jähzornig und die junge Ehefrau muss ganz schnell erwachsen werden...

Von Dämonen umgeben

Andreas Gergen, der im ersten Teil des Stücks wenig mit Lichteffekten arbeiten kann, da die Show noch bei Tageslicht beginnt, lässt die Dämonen, die de Winter umgeben, für die bedrohliche Stimmung, die das Musical braucht, sorgen. Ein spannender Kunstgriff, der noch dazu viel fürs Auge bietet. Im zweiten Teil vollenden dann die Licht- und andere Effekte, was im ersten so aufregend begonnen hatte.
Mit Pia Douwes, Milica Jovanovic, Jan Ammann, Roberta Valentini (als Beatrice) oder Thomas Hohler (als Frank) kann er auf die Stars der Szene zählen, die der wunderbaren Musik von Sylvester Levay Seele verleihen. Das Premieren-Publikum ging noch dazu einmalig mit, sparte nicht mit Applaus und verleitete Levay, der aus Wien angereist war, zu der Aussage: "Ich möchte diesen Abend in meinem Leben nicht missen."
"Rebecca" wird in dieser Besetzung noch an diversen Terminen bis 9. September gespielt, es gibt Restkarten. Mehr Informationen unter www. freilichtspiele-tecklenburg.de.
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