Neujahrsempfang der Stadt Gelsenkirchen unter dem Motto "Position beziehen"

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Donald Trump und der Brexit, Debatten um Fake News und die Angst vor Terroranschlägen: Das Jahr 2017 hat nicht eben leicht und unbeschwert begonnen. Der Neujahrsempfang der Stadt Gelsenkirchen beschäftigte sich mit der besonderen Stimmungslage zu Beginn des Jahres – und damit, was die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener den Gefahren und Aufgeregtheiten dieser Zeit entgegensetzen können.
„In einer Zeit, in der mir ständig suggeriert wird, dass um mich nur Unsicherheit, Wandel und Bedrohung herrschen, stehen wir alle vor der Aufgabe, Sicherheit für uns und unser Handel zu gewinnen“, sagte Oberbürgermeister Frank Baranowski in seiner Rede. Doch diese Sicherheit ließe sich schaffen - in dem man Position bezieht und Mut zur Haltung beweist: „Gelsenkirchen hat schon ganz anderes erlebt, hat den Strukturbruch überlebt, ohne hysterisch und ohne unsolidarisch zu werden! Und Gelsenkirchen hat dabei immer Haltung bewiesen. Das kann und sollte Anlass zu Selbstbewusstsein und Stolz sein!“
Gast des Neujahrsempfangs im Musiktheater im Revier war der Autor und Sozialpsychologe Harald Welzer. Im Gespräch auf der Bühne erklärte Welzer wie weit sich die mediale Wirklichkeit von der erlebten unterscheidet: Selten zuvor ging es in der Geschichte Menschen so gut wie großen Teilen der Bevölkerung westlicher Gesellschaften heute. Es liege jedoch im Interesse von Radikalen, dieses Bewusstsein zu stören und Angst zu schüren. Die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft denke und wähle demokratisch - und engagiert sich oft auch ehrenamtlich.
Die Rede von Oberbürgermeister Frank Baranowski beschäftigte sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er legte dar, was die Stadt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebenschancen der Menschen leistet. Noch wichtiger sei jedoch das, was die Bürgerinnen und Bürger beitragen - das habe eine anderes Gewicht als das, was eine Verwaltung leisten könne. „Es kommt darauf an, dass wir Haltung zeigen, dass wir unsere gesellschaftliche Verantwortung nicht zur Seite schieben, sondern bewusst wahrnehmen. Schon in unserem alltäglichen Handeln und Verhalten. Wir entscheiden mit darüber, dass es in dieser Gesellschaft fair zugeht, dass wir uns gegenseitig in die Augen schauen können. Dass wir miteinander reden, dass wir uns umeinander kümmern, dass wir voreinander Respekt haben!“
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