Runder Tisch Horst übergibt 3153 Unterschriften an VIVAWEST

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Das Bild zeigt von links: Ralf Giesen (Geschäftsführer VIVAWEST), Hans-Georg Kouker (Vorsitzender Handwerksmeisterverein Horst-Emscher), Thomas Grohé (Runder Tisch Horst) und Joachim Gill (Bezirksbürgermeister). (Foto: Runder Tisch Horst)
Gelsenkirchen: Runder Tisch Horst Übergibt Unterchriften an VIVAWEST | „Das Waagehaus der ehemaligen Galopprennbahn erhalten! Neunutzung möglich machen!“ – Diesen Appell haben über 3000 Horster Bürgerinnen und Bürger innerhalb von zwei Monaten unterschrieben. Am Montag, den 11. September, haben Vertreter des „Runden Tisches Horst“ die gesammelten Unterschriften an VIVAWEST-Geschäftsführer Ralf Giesen übergeben.

Die Begehung durch Mitglieder des Handwerksmeistervereins im Juli bestätigte die ersten Eindrücke aus Sicht der Initiatoren: „Abriss ist teurer als die Renovierung der Waage", so deren eindeutige Einschätzung. Tomas Grohé von der Initiative sagte: „Es geht uns um aktive Erinnerungskultur. Die Waage ist der letzte Rest einer einst erfolgreichen Geschichte. Und deshalb setzen wir uns für ihren Erhalt und eine öffentliche Neunutzung im Sinne eines Stadtteilzentrums mit vielerlei Nutzungsmöglichkeiten ein und hoffen weiterhin auf einen guten Dialog.“

VIVAWEST- Geschäftsführer Ralf Giesen sagte: „Die 3000 Unterschriften zeigen, dass sich viele Horster Bürger mit ihrer Geschichte und ihrer Symbole wie dem ehemaligen Waagehaus der Galopprennbahn identifizieren und wie tief die Wurzeln reichen. Dafür haben gerade wir als VIVAWEST großes Verständnis, schließlich pflegen auch wir unsere Historie mit erheblichen finanziellen Mitteln. Das sieht man beispielsweise an unserem Verwaltungssitz auf Nordstern, dem derzeit entstehenden Neubau eines weiteren Verwaltungsgebäudes, der Sanierung des Schachtgerüstes am Nordsternturm 1 oder dem Museum und der Ausstellung ,Wandel is immer´ im Nordsternturm. Darüber hinaus entwickeln wir mit dem Neubau von 211 Wohneinheiten in Horst ein ganzes Quartier mit einem Investitionsvolumen von 35,4 Millionen Euro neu.“

Und weiter: „Unsere Fachleute beurteilen den technischen Zustand des Waagehauses anders. Wir bedauern, dass unter anderem ein Wasserschaden und die Schiefstellung des Gebäudes die Sanierung des Waagehauses aus ökonomischen Gründen für uns unmöglich macht. Darüber hinaus ist der Grundriss des jetzigen Waagehauses für die im Quartier dringend benötigte Kindertagesstätte nicht geeignet. Wir befinden uns derzeit mit GeKita in Gesprächen für die Errichtung einer sechszügigen Kindertagesstätte“, so Ralf Giesen. „Und wir erarbeiten einen Vorschlag, wie wir für das Waagehaus mit einem Neubau einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten können.“
Den Dialog wollen beide Seiten im Herbst fortsetzen und dann mit allen Beteiligten die Ideen bündeln.

 
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