SPD Horst – Nord Trauert um Ilse Kibgis.

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Ilse Kibgis und Heinz Kolb am 03.06.2ß13 (Foto: Heinz Kolb)
Gelsenkirchen: Wir Trauern um Ilse Kibgis |

Im Alter von 87 Jahren verstarb in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag 16/17.12. nach schwerer Krankheit die Horster Schriftstellerin die unseren Stadtteil mit ihren Erzählungen und Gedichten, welche sie selbst verfasst hat bekannt gemacht hat.

Ilse Kibgis geb. Tomczak erblickte am 03. Juni 1928 in der Rüttgergasse 17 im Horst - Süden das Licht der Welt. Sie entstammt aus einer Bergarbeiterfamilie.


Nach dem Besuch der Volksschule leistete sie ab 1941 ein Pflichtjahr in einem Lebensmittelgeschäft ab, anschließend wurde sie dienstverpflichtet zur Arbeit in einer Schuh- und Matratzenfabrik. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als Serviererin, Kassiererin und Verkäuferin, daneben entstanden ihre ersten literarische Versuche.

In der evangelischen Jugend lernte sie 1948 Ihren späteren Ehemann den Ofenmaurer Fred Kibgis kennen.

1953 ließ sich das Paar in der eigenen Wohnung in Horst-Süd trauen. Danach zogen sie in den Horst – Norden in die Industriestraße 14.

1955 kam Sohn Gerd zur Welt.

Später zogen sie in die Nelkenstr. nach Gladbeck - Brauck bevor sie wieder nach Horst zur Devensstr. 50 zurück zog.


Ilse Kibgis trat am 01.März.1978 in die Sozialdemokratische Partei ein, ihr gehörte auch ihr Ehemann Fred sowie bereit ihre Eltern an.

Seit Anfang der 80er Jahre kannte ich Ilse die damals Mitglied der Kulturellen Arbeitsgemeinschaft im Stadtbezirk Gelsenkirchen West war persönlich. Ilse Kibgis war eine von uns, sie Stammte aus einer Arbeiterfamilie, besser gesagt aus einer Bergarbeiterfamilie.

Ihr erstes Buch war 1975 der Gedichtband „Wo Menschen wohnen“. Durch Gedichte wie „Meine Stadt ist kein Knüller im Reisekatalog“ und viele wurde Sie weit über die Grenzen von Gelsenkirchen hinaus bekannt.

Lange Jahre gehörte die gelernte Verkäuferin der Kulturellen Arbeitsgemeinschaft im Bezirk Gelsenkirchen-West an.


Im Rahmen der Feier „Horst - 725 Jahre und mehr“ nahm sie an einem Literaturabend zum Gedenken an den Horster Arbeiterdichter Josef Büscher ((* 10. März 1918 in Sterkrade; † 19. September 1983 in Gelsenkirchen) im Schloss Horst teil.

Dort las sie neben dem Literaten Kurt Küther (03. Februar 1929 in Stettin; † 25. August 2012 in Bottrop) und anderen aus literarischen Arbeiten.

Ihr Tod hat uns alle tief betroffen, ich bin Froh das ich ihr als Seniorenvertreter und Nachtbarschaftsstifter eine Wohnung im Haus Hanna an der Devensstraße besorgen konnte.
Herr nehm sie in dein Reich auf und lass sie Ruhen in Frieden.
In stillen Gedenken
Glück auf
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