Stolzenfelz bietet „Prosa vom Feinsten“

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Musiker Wolfgang Czeranka und Multitalent Stolzenfelz alias Norbert Labatzki präsentierten das Bier zum Buch. Labatzki hatte auch gleich den passenden Werbespruch auf Lager: "GEbräu macht Dich voll ohne Scheu." Foto: Gerd Kaemper
Gelsenkirchen: Junius |

Wie es sich für eine kritische Literaturkritikerin gehört, ließ Buchhändlerin Sabine Piechaczek kein gutes Blatt an „Herzl Biberkopf ermittelt“, doch dabei handelte es sich, ganz zu recht, nur um Humor.

Mit „Herzl Biberkopf ermittelt“ hat sich Stolzenfelz alias Norbert Labatzki einen lang gehegten Wunsch erfüllt und ein Buch geschrieben. Er selbst bezeichnet es als „Heimatkrimi-Farce“ und spätestens an dieser Stelle sollte dem geneigten Leser klar sein, dass das hier niedergeschriebene nicht zu ernst zu nehmen ist.
Doch, moment, etwas ist dem Autor schon ernst dabei, nämlich seine Liebe zu dieser seiner Heimatstadt. Und die teilt er nicht nur mit Sabine Piechaczek, die sich freute, dass die Buchpremiere in ihren Räumlichkeiten der Buchhandlung Junius stattfand, sondern auch in anderen Unterstützern wie der Druckerei EigenArt, der Karrikaturistin Stephanie Albers oder dem Sponsoring durch GEbräu, das Gelsenkirchener Bier.
Am Keyboard begleitet von Wolfgang Czeranka nahm Norbert Labatzki die Zuhörer in der vollbesetzten Buchhandlung mit auf eine Reise durch sein phantastisches Gelsenkirchen. Und weil sich Labatzki oder Stolzenfelz, die Grenzen sind ja hier sehr fließend, vor nichts schämt, gab er passend zum Text auch gleich sein „Mexiko“ zum Besten. Dazu schwang er sich in Poncho und Sombrero und legte los.
Da der zweite Teil des Buches im „Schluchtenland“ am Wolfgangsee spielt, ließ sich Labatzki zunächst dazu hinreißen seine Version von „O sole mio“ mit dem vielsagenden Titel „O sodomio“ vorzutragen. Da der Text italienisch anmutete, blieben den Zuhörern weitere Details erspart.
Passend zur neuen Location führte natürlich im Verlauf des Abends kein Weg vorbei an „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“. Dazu schwang sich Labatzki in sein Herzl-Shirt, gewandete sich in einen Kimono und nahm mitten auf dem Tisch Platz in einem kleinen Swimmingpool. Wie gesagt: Stolzenfelz hat keine Angst vor nix!
Das Publikum zeigte sich begeistert vom literarischen wie auch schauspielerischen Talent des Gelsenkircheners und freute sich, als der Autor eine kleine Zugabe anbot.
Die Literaturkritikerin Sabine Piechaczek forderte eine „feiner differenzierte Darstellung der Charaktere. Weil nicht alle vom Publikum erkannt wurden.“ Dabei handelte es sich doch um „frei erfundene Personen, deren Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Personen rein zufällig und nicht beabsichtigt sind“, wie der Autor im Vorfeld zur rechtlichen Klärung erläutert hatte.
Doch er selbst verhaspelte sich, sehr zur Freude des Publikums, einige Male bei der Nennung des Figaro Sulz als Generalintendanten des MiR und nannte seine Phantasiegestalt doch tatsächlich Schulz, obwohl das natürlich völlig abwegig wäre...
Der Zuhörerschaft gab die Literaturkritikerin schmunzelnd mit auf den Weg, dass das Buch zu Weihnachten das „ideale Geschenk für Masochisten wäre, die dabei leiden können, aber auch für Sadisten, die andere damit leiden lassen könnten“. Doch wie gesagt, das war Spaß. Ihr Credo lautete: „Kaufen Sie das Buch, damit es vom Markt verschwindet und es nicht Leute kaufen, die nicht damit umgehen können.“ Und recht hat sie! Musiker Wolfgang Czeranka und Multitalent Stolzenfelz alias Norbert Labatzki präsentierten das Bier zum Buch. Labatzki hatte auch gleich den passenden Werbespruch auf Lager: "GEbräu macht Dich voll ohne Scheu." Foto: Gerd Kaemper
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