Theater schafft Verbindungen

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Ganz stolz präsentieren die Vorschul-Kids ihre Urkunden, die sie sich redlich verdient haben und bekamen, als das Projekt für sie zu Ende ging. (Foto: Gerd Kaemper)

Unter dem Titel "Theater schafft Verbindungen" des Musiktheaters fand von November 2016 bis Mai dieses Jahres ein Projekt statt, welches Kita-Kinder sozial, motorisch und kulturell fördert. Partner waren GeKita, Kein Kind zurücklassen und die MiR-Stiftung. Das Projekt wurde mit 20.000 Euro von "Kultur macht stark" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Hauptausrichter ist das Musiktheater im Revier.

"Das Ziel von "Theater schafft Verbindungen" ist es, Kinder gemeinsam mit ihren Eltern für die Schule fit zu machen", so Sandra Wildgrube, Theaterpädagogin des MiRs. Es wurden 30 Tagesstätten des Trägers GeKita ausgewählt, die jeweils aus um die 30 Personen bestand. Also aus Kindern und deren Eltern. Zuerst einmal ging es darum, das MiR zu begutachten, sowohl von außen wie innen. "Das allein führte schon zu strahlenden Augen bei den Kindern", so Wildgrube. Um nun zu schauen, auf welchem Stand die jeweiligen Kids sind, versuchte man spielerisch Stärken und Schwächen auszumachen und ersteres zu fördern sowie letzteres zu beleuchten. Eines der Spiele nannte sich "Spiegel". Dabei ging es darum, dass die Kinder Grimassen schnitten und die Eltern dies nachmachen mussten. Die Motivation und Kreativität sollte besonders dadurch gefördert werden, dass sich die Kinder eigene Spiele und Aktionen einfallen lassen sollten.
Sandra Wildgrube führt aus: "Außerdem spielten wir gemeinsam mit Eltern und Kindern Theater und zwar Schneewittchen. Dies brachte sie näher zusammen und machte allen sehr sehr viel Spaß."

Weiterführung nicht ausgeschlossen

Im Vordergrund stand das gemeinsame Erlebnis der Kinder untereinander sowie zu ihren Eltern. Momentan ist die Förderung von "Kultur macht stark" ausgelaufen. Eine weitere Partnerschaft sei aber definitiv geplant. "Sämtliche Partnern sind sich schon jetzt einig, dass die Zusammenarbeit weitergeführt werden soll".
Auf dem Bild sieht man Vorschulkinder der Glückaufschule in Schalke. Zum Schluss erhielt jedes von ihnen eine Urkunde, die sie als Erinnerung an das Projekt mit nach Hause nehmen durften. "Die Kinder waren sehr aktiv und schon bei MissionPossible zugegen. Ich denke das Bild zeigt, wie glücklich sie sich fühlten, fast wie Könige", so Wildgrube freudig.
Der Titel "Theater schafft Verbindungen" hat mehrere Bedeutungen: Während es zum einen darum geht, Kinder untereinander zu verbinden, sollte auch der Austausch zwischen Erzieher und Lehrer stärker in den Vordergrund rücken. Lernschwächere Kids sollen nicht abgeschrieben, sondern ermutigt und spezieller gefördert werden.

"Das Projekt dient also als eine Initialzündung, um das gemeinsame Arbeiten an Stärken und Schwächen mehr zu unterstützen," erklärt die Theaterpädagogin.
Mittlerweile gibt es auch eine Broschüre, die in den Kitas ausliegt und über die Aktion aufklärt. Dort heißt es zum Beispiel "Theater macht Zwerge zu Riesen" und "Kitakinder für die Schule stark machen". Dadurch soll der Leitgedanke, der Spaß, die positiven Ergebnisse und die schönen Erinnerungen nachhaltig im Gedächtnis bleiben.
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