Zwischen Beten und Musik

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Fröhliche Festival-Stimmung herrschte an den fünf Tagen im Nordsternpark, bei denen es um viele verschiedene Themen des menschlichen Miteinanders ging. (Foto: Daniel Roth)

Im Zelt „Zeche alter Hase“ diskutierten Mädchen und Jungen über das „Wahlalter ab 0“, ein paar Meter weiter brachen Jugendliche auf zu einer Radtour am Kanal – und im großen Amphitheater lernten hunderte junge Leute auf spielerische Weise, wie man sich gegen Hetze und Hassparolen wehrt.

Im Schatten der ehemaligen Zechenanlagen im Gelsenkirchener Nordsternpark hatte der Jugendverband „Katholische junge Gemeinde“ (KJG) ein Zeltlager aufgeschlagen, in dem es für die rund 1300 Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen fünf Tage lang ein buntes Programm aus Diskutieren, Entspannen, Beten, Feiern und Ruhrgebiets-Erkunden gab.

Jan Gloger, Leiter der KJG im Bistum Essen, freute sich, dass sich so viele junge Leute aus dem ganzen Bundesgebiet aufgemacht haben, um bei der ersten bundesweiten Großveranstaltung des Verbands seit neun Jahren ausgerechnet ins Ruhrgebiet zu kommen. Da gab es schon hier und dort Kommentare wie „das ist ja doch richtig schön hier“, bemerkte Gloger mit einem Schmunzeln. Kein Wunder: Zwischen den grünen Wiesen des ehemaligen Bundesgartenschau-Geländes und dem Rhein-Herne-Kanal kam bei „DenkMAL!“ beste Sommerstimmung auf. Die Jugendlichen, die ein paar Meter weiter saßen, musste man von der Schönheit des Reviers nicht überzeugen: Der KJG-Gruppe aus der Gelsenkirchener Pfarrei St. Joseph ist der Nordsternpark bestens bekannt – da konnte man sich vor den nächsten inhaltlichen Programmpunkten lieber noch mit ein bisschen Chillen und Gitarre spielen vor dem Zelt erholen.

Der Spannungsbogen zwischen Entspannen, Debattieren, Beten oder Feiern verschwamm auf dem Gelände, das an ein Musik-Festival erinnert, zu einer ganz eigenen Einheit.
Inhaltlich standen bei der KJG an diesem Wochenende die ganz großen Themen auf der Agenda: Frieden und Abrüstung, Krieg und Terror, Gerechtigkeit, politische Partizipation. Mitdiskutieren durften dabei auch schon die Kleinen. „Wir hatten am Samstag eine Kinderkonferenz. Die Beschlüsse, die da gefasst wurden, werden dann auch auf unserer Bundeskonferenz diskutiert“, erklärte KJG-Bundesleiterin Maike Windhövel.
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