Ein Tag gegen Gewalt an Frauen

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"Frei leben ohne Gewalt" hieß das Motto, welches auch auf dem Plakat niedergeschrieben wurde. (Foto: Privat)

Rund 50 ständige Teilnehmer veranstalteten am Samstag, 26. November, eine Kundgebung des „Offenen Frauennetzwerk Gelsenkirchen“ zum Tag gegen Gewalt an Frauen. Sie erweckte auch unter Passanten viel Aufmerksamkeit.

Zum Gedenken an die Opfer von Gewalt an Frauen war ein Tuch mit Rosen, Kerzen und der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ auf der Bahnhofstraße ausgebreitet und eine Schweigeminute gewidmet. Eine Frau aus Syrien berichtete über die Situation der Flüchtlingsfrauen und ihren eigenen Kampf um das Bleiberecht ihrer Familie. Ein roter Faden vieler Beiträge war, dass die Frauen nicht nur Opfer, sondern vor allem Kämpferinnen sind und dass sich weltweit oft massenhafte Kämpfe gegen Gewalt an Frauen entwickeln.

Ein Erfolg ist, dass der Grundsatz „Nein heißt Nein“ im deutschen Sexualstrafrecht festgeschrieben wurde. Es wurde über Frauen-Streiks in Polen berichtet, die das geplante absolute Abtreibungsverbot kippten oder Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen in Argentinien und Lateinamerika gegen die Vergewaltigung und Ermordung der 16-jährigen Lucía Pérez. "Women of the world arise", mit diesem Lied trug Kejsi eine Botschaft der zweiten Weltfrauenkonferenz, die im März 2016 in Nepal stattfand, weiter.

Der Schlachtruf der Bewegung "Ni Una Menos" (Nicht eine weniger) prägte auch die kleine Demonstration zum Hauptmarkt, wo traditionell die Gelsenkirchener Revolutionärin Elisabeth Käsemann an der dort von AUF Gelsenkirchen und Courage angebrachten Gedenktafel gewürdigt wurde. Sie wurde 1977 von Schergen der Militärjunta in Argentinien umgebracht.
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