Holocaust-Zeitzeuge berichtet über die Hölle der NS-Diktatur

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Die Schüler bereiteten sich auf die Ankunft des Holocaust-Zeitzeugen Leslie Schwartz vor und stellten einige Fragen zu seinen Erlebnissen während der NS-Diktatur. (Foto: Gerd Kaemper)
Stellvertretend für das Hans-Schwier-Berufskolleg der Stadt Gelsenkirchen begrüßte der kommissarische Schulleiter, Studiendirektor Egbert Stein, kürzlich den 86-jährigen jüdischen Zeitzeugen Leslie Schwartz in der Schule an der Heegestraße 14.

Dies ist schon der zweite Besuch des Mannes, der über sein Lebensschicksal als jüdisches Kind aus Ungarn berichtet, der die KZs in Dachau und Auschwitz überlebte und auf unglaubliche Weise den Todeszug von Poing nur knapp überlebte. Er erfuhr damals lebensrettende Unterstützung durch eine Bäuerin. Bereits seit seinem letzten Besuch vor drei Jahren, hinterließ Leslie Schwartz sehr nachdenkliche Schüler, die, beeindruckt von den Bildern des auf einem Schülerprojekt zurückgehenden TV-Berichts des Bayerischen Rundfunks, Schwartz‘ Erlebnisse in Mühldorf dokumentiert.

Nachdem Leslie Schwartz mit 14 Jahren die Hölle der NS-Diktatur überlebte, wanderte er in die USA aus. Später kehrte er nach Deutschland zurück, schrieb ein Buch über seine Erlebnisse über den Mühldorfer Todeszug und das Massaker von Poing. Dieses Buch ist der Beginn und Teil seines Heilungsprozesses. Bei diesem Prozess machte er nun zum zweiten Mal Halt in Gelsenkirchen.
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