Lerngruppe gesucht!

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Auf der Suche nach lernfreudigen jungen Menschen. Avesta Houssin möchte eine lockere Lerngruppe ins Leben rufen. Foto: Sophia Köster
"Eine Gruppe, mit der man sich trifft und über Gespräche und Aktionen ganz nebenbei deutsch lernt", so beschreibt Avesta Houssin ihre Vorstellung von einer Lerngruppe. Die 22-Jährige möchte nämlich genau solch eine gründen.
Avesta floh vor zehn Monaten aus Syrien und lebt seitdem in Deutschland. Bis jetzt musste sie sich deutsch allein zu Hause bei bringen, da ihr die nötigen Papiere fehlen, um Deutschkurse besuchen zu dürfen. "Und das obwohl wir ständig beim Amt waren und alles versucht haben", sagt Heinz Niski, der Avesta hilft und unterstützt in Gelsenkirchen zurecht zu kommen. Die beiden üben zwei Mal in der Woche Deutsch und mittlerweile ist Avesta auf B2 Niveau. "Da bringt es dann auch nichts mehr, wenn ich einen Einsteigerkurs besuche, das habe ich mir bereits alles selbst beigebracht", sagt sie.
Schon in Syrien hat sie sich viel selbst angeeignet, da durch den Krieg, Bomben und Beschuss der Unterricht immer wieder ausfiel. Trotzdem schaffte sie ihr Abitur und studierte drei Semester Zahnmedizin. In Deutschland machte sie ein drei monatiges Praktikum in einem Dental Labor. "Da war es am Anfang sehr schwierig sich gegenseitig zu verstehen, da ich kaum deutsch konnte. Nach ein bis zwei Monaten ging es schon viel besser, da waren sogar meine Kollegen erstaunt", erzählt Avesta.

In guter Gesellschaft, ganz nebenbei Deutsch lernen

Deswegen liegt es ihr jetzt am Herzen, wieder eine Gruppe zu haben, in der man ungezwungen Deutsch lernen kann. Sie sucht Leute die Spaß daran haben zu kommunizieren und Gelsenkirchen sowie andere Städte zu erkunden. "Wir sollen nicht vor den Büchern hängen und Vokabeln lernen. Ich würde gerne mit anderen jungen Menschen in Kontakt kommen und so im Alltag deutsch lernen", sagt sie. Die Gruppe soll sich ein bis zweimal die Woche treffen. Mitmachen kann jeder, sofern er Lust darauf hat auch etwas zu lernen. "Es ist mir wichtig, dass die Leute ein Ziel vor Augen haben und dieses verfolgen", ergänzt Avesta. Ihr eigenes Ziel ist es, so gut deutsch zu sprechen, dass sie studieren kann. Am liebsten wieder etwas in die Richtung Medizin.
Sie selbst ist ein sehr offener Mensch, der neugierig auf die deutsche Kultur und Gesellschaft ist, "nur alleine die Städte zu erkunden ist auch langweilig, das würde ich dann gerne auch in der Gruppe machen". Die 22-Jährige möchte allerdings nicht lehren, es soll einfach in der Interaktion gelernt werden. Interessierte an einer solchen Lerngruppe können sich unter avesta@faktur.org bei ihr melden und alles weitere besprechen.
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