Mord in Ückendorf

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In ihrem neuesten Krimi schickt Autorin Margit Kruse ihre Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld über den Kanal. In Ückendorf geschieht ein Mord an einem Pfarrer und Margareta begibt sich gemeinsam mit Jens Eigenhardt, bei dem sich durch den Mord unliebsame Erinnerungen an eine Sommerfreizeit mit dem Kirchenmann einstellen, auf die Suche nach der Wahrheit hinter der Greueltat. Dabei geht es nicht nur um die Mördersuche, sondern auch die Aufarbeitung der Geschehnisse im kirchlichen Sommerferienlager des Jahres
 
„Opferstock“ erscheint unter der ISBN 978-3-8392-2136-5, bietet 310 Seiten Lesestoff, kostet 13 Euro und ist bereits im Buchhandel erhältlich. Foto: Gmeiner Verlag
Gelsenkirchen: Junius |

Egal ob „Eisaugen“, „Zechenbrand“, Hochzeitsglocken“ oder „Rosensalz“, bisher ließ die Gelsenkirchener Krimi-Autorin Margit Kruse ihre Morde immer jenseits des Kanals im Norden der Stadt spielen. Im fünften Fall „Opferstock“ erfüllt sie einen Wunsch ihrer Fans und es kommt zum Mord im Süden von Gelsenkirchen!

Margareta Sommerfeld ermittelt im Stadtsüden

Die meisten Fans der Ruhr-Krimis von Margit Kruse sind inzwischen mit Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld bestens vertraut. Wer sie noch nicht kennt, der hat was verpasst. Denn sie ist es, die der Polizei die entscheidenden Tipps gibt und im Hintergrund schon so manchen Mord in unserer Stadt aufgedeckt hat, während die hauptamtlichen Kriminalisten sich noch auf der falschen Fährte befanden.
Mit dem neuesten Tatort, Ückendorf, musste sich die Bueranerin erst einmal vertraut machen. Dabei hatte sie ihren Gatten Johannes als „Kenner“ zur Seite, denn er ist gebürtiger Ückendorfer und blickt auf so manche Erinnerung an seine ganz jungen Jahre zurück.
„Wir saßen oft zusammen im Café Heinisch an der Ückendorfer Straße, das ja inzwischen leider geschlossen ist, und haben von dort aus die Kirchgänger und das Geschehen rund um die Kirche beobachtet. Eben genau wie Lisbeth und Gudrun, die beiden Chorfrauen aus `Opferstock´ es tun“, schildert Margit Kruse.
Inspiriert wurde sie zu ihrem Mord im Kirchenmillieu durch die Berichterstattung über den Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche an Messdienern und Chorknaben. Die Kirche, die sie in ihrem Roman beschreibt, ist eine fiktive, ebenso wie die Geschichte selbst. „Eigentlich steht die Kirche, die ich vor Augen hatte als ich „Opferstock“ geschrieben habe, in Lieberhausen, wo wir oft sind“, erklärt die Autorin, die auf keinen Fall möchte, dass falsche Rückschlüsse gezogen werden.
Bei ihren Vor-Ort-Recherchen in Ückendorf stellte Kruse fest, dass es „hier unten im Stadtsüden“ auch sehr schöne Ecken gibt und gerade in diesem Ortsteil so mancher Hingucker existiert: „Da gibt es wunderschöne kleine Straßen, die wunderschöne Arbeitersiedlung Flöz Dickebank, die Malakowtürme und auch die lebendige und bunte Bochumer Straße mit ihrem künstlerischen Potenzial.“
Natürlich informierte sich die Autorin auch über Rituale, Ausstattungen und mehr der katholischen Kirche, denn sie selbst ist evangelisch und es gibt doch so manchen Unterschied zwischen den beiden großen Kirchen. „Ich habe erfahren, dass Messwein in rot, rosé oder weiß sein kann und auf speziellen Weingütern angebaut sein muss. Da kommt nicht einfach irgendein Wein in den Kelch. Und mal im Ernst: Hätten Sie gewusst, dass Pfarr-Haushälterin ein Lehrberuf ist? Drei Jahre dauert die Ausbildung und wenn man bedenkt, dass die Damen freie Kost und Logis haben, verdienen sie eine Menge Geld“, berichtet die Bueranerin über ihre Recherchen.

Premierenlesung von "Opferstock" bei Junius

Die alljährliche Krimi-Lesung von Margit Kruse findet natürlich wieder in der Buchhandlung Junius statt. Am Samstag, 12. August, ab 15.30 Uhr dürfen sich die Krimifans auf die Premierenlesung von „Opferstock“ an der Sparkassenstraße 4 freuen. Für die passenden musikalischen Beiträge, „mit viel Musik von Cat Stevens“, sorgt Norbert Labatzki. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung wird gebeten unter Telefon 23774.

Der fünfte Fall für Margareta Sommerfeld

„Es sind gerade die Kleinigkeiten, die Ihre Romane so spannend machen“, schwärmt Buchhändlerin Sabine Picharzik, die „Opferstock“ schon gelesen hat. „Und Sie beschreiben die Charaktere immer so schön. Dieses Mal gefallen mir besonders die reizenden Damen der Kirche.“
Margit Kruse erklärt dazu lächelnd: „Die gibt es wirklich so wie ich sie beschrieben habe. Vielleicht erkennt sich die ein oder andere ja wieder.“ Die Buchhändlerin weiß was die Autorin sagen will: „Genau. Das sind die, die so religiös tun, dann aber hinten herum richtig austeilen können.“
Und wenn Kruse dann noch sinniert „Der Missbrauch ist bei der ersten Ferienfahrt, die der Pfarrer begleitet hat, passiert. Bei seiner letzten, kurz bevor er in den Ruhestand geht, passiert dann der Mord“, dann steigt die Spannung zu dem, was den Leser in „Opferstock“ erwartet, schon beinahe ins Unermessliche...
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