„Reduzierte Chancen sind immer noch Chancen“

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Nach der Pflicht, dem Workshop, kam nun die Kür für die Teilnehmer, die sich an dem Buch „Wer wären Sie gern heute, für einen kurzen Moment?“ mit ihren Bildern erfreuen konnten. Als Schmankerl fand die „Autorenlesung“ durch Dr. Stefan Lob, Fotografin Brigitte Degener und Coach Wolfgang Sternkopf statt. Foto: Gerd Kaemper
In Sachen Büchern ist der Gelsenkirchener Wolfgang Sternkopf inzwischen ein „alter Hase“. Neben seinen eigenen Werken hat er vor etwa einem Jahr gemeinsam mit der Gafög ein Buch mit Langzeitarbeitslosen herausgegeben, das durch ein Projekt mit Workshops von Sternkopf als Dozent hervorgegangen ist. Nun ist ein weiteres Druckerzeugnis von Wolfgang Sternkopf zu dem Thema herausgegeben worden.

„Wer wären Sie gern heute, für einen kurzen Moment?“

Die Idee zu dem Buch „Wer wären Sie gern heute, für einen kurzen Moment?“ entstand durch die Kooperation von Wolfgang Sternkopf mit der Gäfög und deren Geschäftsführer Dr. Stefan Lob Anfang 2012. Die Idee setzte sich bei Sternkopf fest und wurde über das Jahr hinweg konkretisiert.
„Bei einem Workshop hatte ich Gelegenheit, die Idee den Mitarbeitern der Jobclubs im Ruhrgebiet zu erläutern. Dabei stieß ich auf viel Zuspruch und die Mitarbeiter trugen die Idee weiter zu ihren Kunden“, erläutert der Autor, bildende Künstler, Coach und Dozent Sternkopf.

Auf dem Weg zum neuen "Ich"

Schon Mitte August entstanden drei Workshopgruppen mit interessierten Kunden. Der Workshop ging über drei Sitzungen, von denen die erste im Atelier Jüttner · Reismann · Sternkopf stattfand. Dabei erläuterte der Gelsenkirchener den Teilnehmern zunächst seine Idee und seine Intention. Im nächsten Schritt traf man sich im Fotostudio der Gelsenkirchenerin Brigitte Degener und dort lernten die Teilnehmer auch die Visagistin Kerstin Jahn aus Köln kennen.
Die Teilnehmer konnten sich nun mit Unterstützung passend zu ihrer Vorstellung zum Thema „Wer wären Sie gern heute, für einen kurzen Moment?“ in Szene setzen lassen. Heraus kamen unterschiedlichste Bilder, die völlig neue Eindrücke von den Teilnehmern preisgeben.
Eine Teilnehmerin wäre entsprechend gern einmal ein Clown, eine andere ein Anzugträger, ein Teilnehmer wäre gern Designer, ein anderer eine Frau und wieder ein anderer ein Baum. Gemeinsam gelang es die Wünsche in Bildern festzuhalten, die den Teilnehmern eine neue Identität, einen neuen Blickwinkel auf sich selbst und auch eine „positive Veränderung ihres Selbstbewusstseins“, wie Sternkopf es ausdrückt, eröffneten.

Texte wurden "auf den Leib geschrieben"

Im dritten Schritt traf man sich wieder im Atelier und gemeinsam suchten die Teilnehmer mit Sternkopf die passenden Texte zu den Bildern aus. „Dabei passierte es auch, dass ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben ein Text auf den Leib geschrieben wurde“, lacht der Autor und Coach.
Und weil aus dieser gemeinsamen Arbeit auch schon positive Veränderungen im Leben einzelner Teilnehmer hervorgegangen sind, sieht sich Sternkopf als eine Art „Anzünder, der die Menschen inspiriert zu einem neuen Ich. Die Menschen sollen lernen sich in den Erfolg zu verlieben statt in das Scheitern“.

Erfolg macht zufriedener und zugänglicher

Denn genau um Motivation geht es bei der Idee und die Gafög und die Jobclubs profitieren davon, weil die teilnehmenden Langzeitarbeitslosen neue Motivation erfahren.
„Manchmal braucht man einfach eine gute Idee, statt großer finanzieller Mittel, um die Menschen emotional zu erreichen und etwas in ihnen zu bewirken“, glaubt Sternkopf.
Dr. Stefan Lob hat die Erfahrung gemacht, dass „die Distanz zu den Workshop-Teilnehmern deutlich geringer geworden ist. Ich zolle den Teilnehmern großen Respekt.“
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