Rudi Assauer Preis 2016 - Preise gehen an Menschen mit Ideen nach Haltern, Jülich, Marburg, Hamburg und Berlin

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Das Gruppenbild zeigt die diesjährigen Preisträger des Rudi Assauer Preises mit Vertretern der Stadt Gelsenkirchen, des FC Schalke 04 und der Rudi Assauer Initiative sowie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. (Foto: Privat)
Gelsenkirchen: Veltins Arena |

Zum vierten Mal vergab die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft am heutigen Montag, 19. Dezember, den Rudi Assauer Preis. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe war Gast des Festaktes und sprach die Laudatio für den ersten Preisträger. Wie auch in den vergangenen Jahren war die Rudi Assauer Initiative mit der Preisverleihung zu Gast in der Veltins-Arena auf Schalke.



Er erkenne eine Generationensolidarität, so Gröhe. „Es greift zu kurz Leistungsansprüche an den Sozialstaat zu stellen, es muss mehr Menschen geben, die sagen: ‚Es ist unsere Aufgabe, dass unsere Gesellschaft eine demenzfreundlichere wird.‘“ Alzheimer sei nicht ansteckend, betonte der Bundesgesundheitsminister in seiner Laudatio. „Projekte wie diese, die Alzheimer- und Demenzerkrankten helfen, sollen ansteckend sein.“
Die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft zeichnet einmal im Jahr mit dem Preis fünf innovative Projekte von Einzelpersonen oder Gruppen aus, die zum Ziel haben, die Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen und betreuenden Angehörigen zu verbessern.
Der mit insgesamt 9200 Euro dotierte Preis ging im Jahr 2016 an folgende Preisträger und ihre Projekte:
Der erste Preis, dotiert mit 4000 Euro, ging an die Stadt Haltern am See. Die Stadt Haltern am See hat 2010 das Projekt „Zertifizierung jugendlicher Seniorenbegleiter und deren anschließendes Engagement“ ins Leben gerufen und setzt dieses seitdem erfolgreich um.
Über den zweiten Preis (3000 Euro) freute sich die AOK Rheinland/Hamburg Servicestelle Demenz in Jülich. Die AOK hat in Jülich eine „Musterwohnung Demenz“ geschaffen.
Das Projekt „Demenz-Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (Berlin) wurde mit dem dritten Preis (1000 Euro) ausgezeichnet. „Demenz-Partner“ ist eine bundesweite Aufklärungskampagne, deren Ziel es ist, mehr Wissen über Demenzerkrankungen zu verbreiten und damit die Wahrnehmung von Menschen mit Demenzen ihren Familien positiv zu beeinflussen.
Der Berliner Poetry Slammer Lars Ruppel freute sich über den vierten Rudi Assauer Preis (700 Euro). Ausgezeichnet wurde sein bereits 2012 umgesetztes Projekt „Weckworte“. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ermutigte er an Demenz erkrankte Menschen Gedichte zu rezitieren.
Susanne Bötel, Clownin und Kunstbegleiterin für Menschen im Alter und mit Demenz aus Hamburg, wurde für ihr Projekt „Humortraining für Angehörige von Menschen mit Demenz“ mit dem fünften Rudi Assauer Preis (500 Euro) ausgezeichnet.
Den Medienpreis erhielt in diesem Jahr an die Redakteurin Sabine Gerlach, Deutschlandradio Kultur. Ausgezeichnet wird die Berliner Journalistin für ihr Hörfunkfeauture „Bewegung für Kopf und Körper“, in dem sie spezielle sportliche Trainingsprogramme für Menschen mit Demenz vorstellt.
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