Tag gegen Rassismus - Gelsenkirchen setzte ein Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus

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An der Hauptschule Am Dahlbusch veranstaltete die Awo den Tag „Für Vielfalt - gegen Rassismus!“ und gestaltete dabei eine Plakat-Aktion. Dabei konnten die Kinder aufschreiben, warum sie für Vielfalt und gegen Rassismus sind. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Hauptschule am Dahlbusch |

Am Dienstag, 21. März, jährte sich der Internationale Tag gegen Rassismus, der seit 1966 als Gedenktag der Vereinten Nationen festgelegt wurde. Auch in Gelsenkirchen wurde der Gedenktag bedacht.



So wurde an der Hauptschule Am Dahlbusch eine Aktion durchgeführt und die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Gelsenkirchen, Melek Topaloglu, gab eine Stellungnahme zu dem Gedenken ab.
Die Awo ist Unterzeichner der Charta der Vielfalt, einer Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, deren Schirmherrin Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist.
Aufgrund ihrer eigenen Geschichte und aus eigenen historischen Erfahrungen spricht sich die Awo gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung aus. Mit den Schülern der Hauptschule Am Dahlbusch organisierte die Awo nun eine Plakatwand. Dazu versammelten sich die Schüler auf dem Schulhof mit Plakaten, auf denen sie den Satz „Ich bin für Vielfalt und gegen Rassismus, weil ....“ mit ihren Gedanken ergänzt hatten.
Die Überlegungen der Kinder lauteten etwa: „weil, jeder Mensch so leben sollte, wie er es will“ oder „weil Rassismus schlecht ist“ oder „weil ich es erlebt habe und nicht möchte, dass andere es erleben müssen, wie es ist, ausgegrenzt zu werden.“
Um ihre Ideen in die Umgebung zu tragen, hängten sie selbst gestaltete Karten zu dem Thema an Luftballons und ließen diese in den Himmel steigen.
Melek Topaloglu erklärte zum Tag gegen Rassismus: „Leider ist im März 2017 festzustellen, dass vermeintlich selbstverständliche demokratische Werte zunehmend von unterschiedlichen politischen Richtungen in Frage gestellt werden. Die politischen Entwicklungen in einigen Ländern zeigen, dass viele demokratische Selbstverständlichkeiten ins Wanken geraten sind.
Die Bekämpfung von Rassismus sollte daher für politische Akteure noch mehr in den Vordergrund rücken. Im Vordergrund der insgesamt erfolgreichen Integrationsarbeit in Gelsenkirchen sollte weiterhin das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen in Gelsenkirchen stehen. Dies ist die wichtigste Grundlage, um Rassismus erfolgreich bekämpfen zu können.
Das Demokratieverständnis und die Vielfältigkeit in der Gesellschaft haben in der Vergangenheit letztlich immer zu einem friedlichen Miteinander in Gelsenkirchen geführt. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen begegnen sich nach wie vor mit Respekt, was auf die gut funktionierte Netzwerkarbeit vieler Akteure aus verschiedenen Vereinen und Institutionen zurückzuführen ist. Wir in Gelsenkirchen möchten dieses Miteinander, das aufgrund politischer Entwicklungen in einigen Ländern ins Wanken geraten ist, aufrecht erhalten.
Wir plädieren für Respekt, Toleranz und Vielfalt in unserer Stadt und stehen für unsere demokratischen Rechte und Pflichten! Ein klares Ja zur Demokratie und ein Nein zum Rechtspopulismus und zu jeglichem Rassismus!“
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