Tradition. Spitzenmedizin. Und Du! - Jubiläumsempfang spannt thematischen Bogen

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    Gelsenkirchen: Sankt Marien-Hospital-Buer |

Rund 150 geladene Gäste feierten mit den Verantwortlichen der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH und dem Direktorium des Sankt Marien-Hospital Buer am 30. Juni im Michaelshaus den Festakt 150 Jahre Sankt Marien-Hospital Buer – unter ihnen auch der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, und die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses der Stadt, Christina Totzeck.

Der Empfang im Michaelshaus bot den Verantwortlichen der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH und dem Direktorium der Sankt Marien-Hospital Buer GmbH die Möglichkeit eine Bilanz der geleisteten Arbeit zu ziehen und Ausblick auf kommende Herausforderungen zu wagen.

Geschäftsführer Peter Weingarten bezog in seiner Rede zum Auftakt der Veranstaltung klar Position: „Wer, wie wir, auf Qualität setzt und seinem Versorgungsauftrag bestmöglich entsprechen will, der erwartet eine entschlossene Ausrichtung der Krankenhauspolitik in Bund und Land auf Basis eines erweiterten Qualitäts -verständnisses mit den Prioritäten Patient, Personal und Gemeinwohl.“
Denn, so Peter Weingarten weiter, die aktuellen Regelungen des Krankenhausstrukturgesetzes reichen fast nicht aus, eine sowohl effektive als auch durch Menschlichkeit und Zuwendung geprägte Patientenversorgung sicher zu stellen. Peter Weingarten: „Unsere Fachleute sagen sehr eindeutig: ein Umdenken ist insbesondere im Umgang mit demenzkranken oder geistig behinderten Patientinnen und Patienten notwendig, da diese ein höheres Maß an Zeit und letztlich auch Aufmerksamkeit benötigen. Um die patientenorientierte Versorgung zu stärken, ist es notwendig, ausreichend Pflegepersonal auszubilden. Wir als St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH stellen uns in unserer Beteiligung an der Kirchlichen Bildungszentrum für Gesundheitsberufe im Revier GmbH und hier, in Buer, mit der Jordan Mai Krankenpflegeschule, einer Kooperationseinrichtung des Sankt Marien-Hospitals Buer und des Elisabeth-Krankenhauses, unserer Ausbildungsverantwortung. Wir brauchen junge und engagierte Fachkräfte, um unserem Auftrag gerecht werden zu können. Und diese Menschen werden wir auch zukünftig nur dann in ausreichender Zahl finden und ausbilden können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Einen weiteren, wichtigen Akzent setzte Propst Paas in seinem Grußwort beim Empfang im Michaelshaus. Propst Paas stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die Frage, warum auch in Buer, wie übrigens an ganz vielen weiteren Stellen im 19. Jahrhundert, Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft gegründet wurden und wie Christen mit Krankheit und Leiden, mit Medizin und Gesundheit umgehen. Und er beleuchtete die Frage, was macht katholische Krankenhäuser, nicht nur zu Häusern der Medizin, sondern auch zu Orten, an denen Glauben erlebbar wird.

Propst Paas: „Heute wie im 19. Jahrhundert beginnt alles mit der Realität eines jeden Lebens – der Realität, dass wir Menschen krank werden oder krank werden können. Krankheit gehört zum Menschsein elementar hinzu. Krankheit schränkt unsere individuelle Leistungsfähigkeit ein – oft verbunden mit unterschiedlich starkem Schmerz. Und Krankheit hat auch eine soziale Dimension – eine Dimension, die ein Haus wie das Sankt Marien-Hospital Buer und alle Krankenhäuser immer auch vor Herausforderungen stellt, denn Krankheit betrifft einen Menschen fast nie nur als Einzelnen. Krankheit wirkt sich auf unsere Umgebung aus und „die Umgebung“ reagiert – manchmal auch sehr unbarmherzig!“

Und weiter stellte Propst Paas fest: „Gesundheit ist kein Produkt, sondern ein Geschenk Gottes – und Genesung auch! Wir können sie nicht „machen“. Das rückt auch in einem hochkomplexen Krankhausgefüge die Maßstäbe zurecht. Ärztliches und pflegerisches Handeln ist begrenzt: Grenzenlos sind allein Gottes Möglichkeiten. Es gibt keine „christliche“ oder gar „katholische“ Medizin. Aber ein christliches, ein katholisches Krankenhaus wird sich dafür offen halten müssen, dass es eine Beziehung gibt zwischen unserer Heilung und Gottes Wirken. „Dein Glaube hat dich gesund gemacht“ – dieser Satz Jesu ist kein Garantieversprechen, dass uns, wenn wir erkranken, egal an welchem Ort, in jedem Fall Heilung widerfährt. Doch der Satz zeigt uns, worauf es ankommt! Nämlich, dass wir uns zu allererst und über alle Kunst hinaus Gott anvertrauen sollen und können. Das ist der entscheidende Vorbehalt, unter dem in einem katholischen Krankenhaus behandelt wird: der Vorbehalt des Wirkens Gottes. Dieser Vorbehalt findet seinen sichtbaren Ausdruck darin, dass es im Sankt Marien-Hospital Buer, wie in allen Häusern der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, unabdingbar und selbstverständlich das Angebot der Seelsorge gibt, die den ganzen Menschen und nicht nur isoliert die Krankheit in den Blick nimmt: Seelsorge durch Krankenhausseelsorgerinnen und Seelsorger, aber genauso durch Ärztinnen und Ärzte, durch Schwestern, Pfleger und durch viele Ehrenamtliche.“

Und last but not least stellte Dr. Klaus-Dieter Stühmeier, Ärztlicher Direktor des Sankt Marien-Hospital Buer in seiner Keynote fest: was für den Menschen das Atmen, ist für das Krankenhaus das Bauen! Und damit war der Bogen von den Entwicklungsschritten in den vergangenen 150 Jahren, hin zu den aktuellen Vorhaben und Perspektiven im Haus geschlagen. Stichwort Hybrid-OP! Privatdozent Dr. Stühmeier. „ Der neue Hybrid-OP, über den wir wahrscheinlich ab September verfügen können, ist eine fantastische neue Möglichkeit in Sachen Operationsqualität und Schnelligkeit und führt zu einer spürbaren Entlastung der Patienten. Damit sind wir in der Region führend aufgestellt!“

Den Abschluss der Veranstaltung, die von REL-Chefredakteur Ralf Laskowski moderiert und von Schülern der Gelsenkirchener Musikschule musikalisch gestaltet wurde, bildete die Premiere des neuen MHB-Imagefilms, der als Kooperationsprojekt zwischen dem MHB, der Unternehmenskommunikation der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH und der Bochumer „Filmproduktion“ Lichtblick entstanden ist. Sehr modern, sehr schnell, fast schon in der Optik von Krankenhausserien im Fernsehen, liefert der neue Film Eindrücke und Einblicke in ein modernes, leistungs- und zukunftsfähiges Haus – getreu dem Motto im Unternehmensverbund: Damit Leben gelingt. Ein Leben lang!

Für Rückfragen und weitere Informationen: Wolfgang Heinberg, Unternehmenskommunikation, Tel. 1724670 Mail w.heinberg@st-augustinus.eu
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