"Kauf lokal und nicht im Netz": Beim Optiker

Passt das gewählte Modell auch richtig? Der Fachmann richtet die Brille ein letztes Mal, bevor der Kauf abgewickelt wird. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Damit das optimale Glas für die gewählte Fassung hergestellt werden kann, werden die Augen vermessen. Dafür ist High-Tech-Equipment nötig. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Brillen Pleiss |

Es wird mal wieder Zeit für eine neue Brille! Da diese von der lästigen Sehhilfe zum hippen Modeaccessoire aufgestiegen ist, ist das Angebot groß, heutzutage auch im Internet. Aber geht das wirklich, Brille kaufen im Netz? Jeder langjährige Brillenträger wird dies inbrünstig verneinen. Denn das Verhältnis zwischen Optiker und Brillenträger ist eines, das vor allem auf Vertrauen basiert. Vertrauen in eine ehrliche Beratung, in fachkundige Handarbeit und schnellen Service - denn ohne Brille geht für die meisten Träger gar nichts mehr.

Jede Brille ist eine Maßanfertigung

Eine Brille muss maßgeschneidert sein, sonst bringt sie ihrem Träger nichts. Viele Menschen gehen den Weg zum Augenarzt, um sich dort „vermessen“ zu lassen - und gehen dann schnurstracks in die heimischen vier Wände, um anhand der ermittelten Daten online ihren Augenschmuck zu bestellen. „Wir haben öfter Kunden, die mit ihren im Internet gekauften Brillen zu uns in den Laden kommen, um diese anpassen und von uns korrigieren zu lassen“, berichtet Brillen Pleiss an der Ebertstraße 20 in Gelsenkirchen. „Oft müssen wir den Fehler erst finden, denn an sich sind die Produkte in Ordnung; eben nur nicht individuell auf die Augen des Kunden zugeschnitten.“

Glas, Fassung, Tönung: Alles passt!

Um diesen Ärger zu vermeiden, sollte man lieber direkt den Weg zu seinem lokalen Optiker finden: Hier werden die Augen (auch mit einer Verschreibung vom Arzt) noch einmal vermessen und zwar mit dem ausgewählten Brillengestell auf der Nase: „Dabei messen wir den Abstand der Augen und nehmen weitere Daten auf, die uns helfen, das Glas optimal auf den Träger einzustellen - denn schon die geringsten Abweichungen sorgen für eine schlechtere Sehleistung“, erklären die Mitarbeiter von Brillen Pleiss.

Hohe Stärken bedeuten nicht automatisch Lupengläser

Danach geht es an die Glasberatung: „Besonders bei hohen Stärken können wir als ausgebildetes Fachpersonal viel machen. Denn eine hohe Sehstärke muss nicht unbedingt dicke, schwere Gläser bedeuten“, wissen die Fachmänner (und -frauen). Spezielle Schleifungen der Gläser helfen außerdem, den Lupeneffekt auf die Augen stark zu verringern. Auch wenn eine Tönung gewünscht ist, kann der Optiker beraten, denn diese sollte individuell zu den Bedürfnissen und auch der Augenfarbe des Trägers passen.

Die Farb- und Stilberatung ist selbstverständlich auch ein großer Teil bei der Fassungswahl. „Die Fassung sollte ihr Gesicht zur Geltung bringen, zu Ihrer Augenform und -farbe sowie zur Form der Augenbrauen passen“, erklärt Brillen Pleiss.

Zeitnaher Service vor Ort

Zuletzt ist der Optiker auch sechs Tage die Woche direkt vor Ort, um bei Problemen zu helfen: „Wir freuen uns, wenn unsere Kunden regelmäßig reinkommen, und sei es nur zur kostenlosen Reinigung der Brille“, berichtet Brillen Pleiss. Natürlich werden auch jederzeit lockere Schräubchen festgezogen oder kleinere Verschleißungen behoben. Danach kann die Brille sofort wieder mitgenommen werden; ein wichtiger Pluspunkt für den darauf angewiesenen Kunden.

Kurzsichtigkeit beim Kauf lohnt nicht

Besonders beim Kauf einer Brille gilt daher: Kurzsichtigkeit lohnt sich nicht, denn längerfristig ist man auf den Fachmann vor Ort angewiesen, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht - damit Sie weiter den Durchblick behalten.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.