Letzter Schritt für den Biomassepark

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Das Foto zeigt Hermann Timmerhaus, Projektleiter RAG Montan Immobilien (links), und Reinhart Hassel, Leiter Regionalforstamt Ruhrgebiet des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, beim Pflanzen der ersten Stecklinge. Insgesamt werden rund 80.000 Stecklinge im Biomassepark Hugo in Gelsenkirchen-Buer gepflanzt. (Foto: Privat)

Auf der 22 Hektar großen Fläche des ehemaligen Bergwerks Hugo 2/5/8 in Gelsenkirchen-Buer werden jetzt die Stecklinge gepflanzt. Die Haus Vogelsang GmbH richtet die Fläche als Kurzumtriebsplantage her. Damit wird der letzte Schritt zur Realisierung des Biomasseparks Hugo vollzogen.

Als Pilotprojekt des Biomasseplans „Bioenergie.2020.NRW“ wird auf der ehemaligen Bergwerksfläche zur Gewinnung alternativer Brennstoffe in Form schnell wachsender Gehölze wie Pappeln und Weiden eine Kurzumtriebsplantage hergerichtet. Entwickelt wird der Park von der RAG Montan Immobilien in Kooperation mit der RAG Aktiengesellschaft, dem Umweltministerium NRW sowie dem Landesbetrieb Wald und Holz. Mit dem Referenzprojekt soll die Machbarkeit einer Kurzumtriebsplantage auf einem stillgelegten Bergbaustandort unter technischen, forst- und betriebswirtschaftlichen sowie sozialen, ökologischen und stadtplanerischen Fragestellungen erprobt werden. Wissenschaftlich begleitet wird der Biomassepark Hugo von der „Plattform Urbane Waldnutzung“ und dem Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum.

Das Gelände ist in drei Abschnitte gegliedert und durch Wege mit dem benachbarten Stadtteil Buer, der IBA-Siedlung Schüngelberg und der rekultivierten Bergehalde Rungenberg verbunden. Der Park wird über den Brößweg erschlossen, der gleichsam als Rückgrat der Anlage fungiert. Als „Pforte“ zum Park dient das Dienstgebäude des Landesbetriebs Wald und Holz, das 2008 bezogen wurde und direkt im Übergangsbereich von Stadtteil und Biomassepark liegt. Die Plantagenabschnitte werden zeitversetzt alle drei bis acht Jahre beerntet. Die zurück geschnittenen Gehölze treiben wieder frisch aus und wachsen rasch um bis zu zwei Meter pro Jahr in die Höhe. So ergibt sich ein vielfältiges Bild aus unterschiedlichen Aufwuchsstadien. Die Wendeflächen der Erntemaschinen (Vorgewende) werden mit Blühpflanzen eingesät. Sie säumen die neuen Parkwege und bereichern den Park.

Der Biomassepark Hugo verfolgt unterschiedliche Ziele: Einerseits dient er der Erzeugung von Biomasse als erneuerbare Energie. Gleichzeitig ist er auch ein öffentlicher Park, der für Projekte der Umweltbildung und für Freizeit- und Erholungsnutzung zur Verfügung steht, mit Angebotsflächen, die von umliegenden Schulen und Kitas, Verbänden, Vereinen und Bürgergruppen im Rahmen der Vereinbarungen mit der Stadt Gelsenkirchen gestaltet, gepflegt und bespielt werden können.
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