Nordsternpark als Hotspot - Park erhält Preis für herausragende Pflege - OB Baranowski: „Wir können Gartenschau“

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Der Nordsternpark erhält als einer der sechs großen Ankerpunkte in der Route der Industriekultur und als Teil des europäischen Gartennetzwerkes den Ehrenpreis der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft für herausragend nachhaltige Parkbewirtschaftung - unter anderem für die Qualität seiner Grünflächen, den Gewerbepark und die exzellente Verkehrsanbindung. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Auch für seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, wie die Spielplätze, Sportanlagen und Veranstaltungen wie die Nacht der Industriekultur (Bild) wurde der Nordsternpark ausgezeichnet. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Nordsternpark |

Gleich zwei gute Nachrichten rücken den Nordsternpark in den bundesweiten Fokus: Erstens die Entscheidung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), die Internationale Gartenausstellung im Jahr 2027 im Ruhrgebiet stattfinden zu lassen und zweitens die Verleihung des Ehrenpreises für herausragend nachhaltige Parkbewirtschaftung.



Die DBG zeichnet damit die Entwicklung des Nordsternparks seit dem Ende der Bundesgartenschau 1997 aus. Bisher erhielten die Städte Essen, Köln, Berlin und Potsdam die Ehrung.
Entsprechend erfreut über die Entwicklung zeigt sich Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Wir haben vor gut zwanzig Jahren schon einmal gezeigt, dass wir Gartenschau-Ausstellungen können. Damals fand die Bundesgartenschau auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern statt und legte den Grundstein für die gute Entwicklung dieses Areals mit dem Sitz von Vivawest. Darüber hinaus steht das Projekt in einer Tradition anderer erfolgreicher regionaler Großprojekte wie der Internationalen Bauausstellung Emscherpark und der Kulturhauptstadt, bei denen Gelsenkirchen immer ein konstruktiver Mannschaftsspieler und guter Gastgeber gewesen ist. Ich bin mir sicher, das wird auch im Jahr 2027 wieder der Fall sein. Und die Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitspreis spornt uns natürlich weiter an.“
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat gemeinsam mit der Emschergenossenschaft die Bewerbung für das Ruhrgebiet vorbereitet. Getragen werden soll die Internationale Gartenausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hatte bereits im Juli 2016 beschlossen, die Bewerbung des Regionalverbandes Ruhr zu unterstützen.
Im nächsten Schritt muss das in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagene Konzept gemeinsam mit den Städten und Kreisen des RVR und weiteren Partnern konkretisiert werden. Hierzu wird ein Projekt- und Finanzplan erarbeitet. Bis Ende 2017 soll der Prozess abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Gremien in den Städten und im RVR abschließend, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann.
Die Kompetenz der Stadt Gelsenkirchen spiegelt sich dabei in den Projekten zur IBA Emscherpark (Rheinelbe, Wissenschaftspark und BUGA 97 im Nordsternpark) wider. Die Machbarkeitsstudie zur IGA Metropole Ruhr 2027 sieht die Emscher-Achse als Hauptspielfeld und definiert ein Präsentationskonzept auf verschiedenen Ebenen mit „Zukunftsgärten“ als international orientierte Themenanker, „Unsere Gärten“ als Teil kooperativer Projektansätze der IGA mit den Kommunen und „Dein Garten“ als Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements.
In der Machbarkeitsstudie IGA Metropole Ruhr 2027 wird der Nordsternpark konkret als strategisches Potenzial für die Entwicklung eines Zukunftsgartens und somit als ein Hotspot der IGA Metropole Ruhr 2027 aufgeführt. Dabei könnte aus Sicht der Stadt Gelsenkirchen die Entwicklung im Standortbereich Graf Bismarck und Umfeld mit eingebunden werden. Weitere Zusammenhänge erschließen sich auf der regionalen Ebene in der Zusammenarbeit mit Herten im Stadtteilnetzwerk Hassel-Bertlich-Westerholt.
Perspektivisch bietet die IGA Metropole Ruhr 2027 die Chance, Gelsenkirchen als nachhaltigen, zukunftsorientierten Standort in der Verbindung von Urbanität und Lebensqualität positiv weiterzuentwickeln und nachhaltig auch internationale Aufmerksamkeit zu erreichen.
Die IGA Metropole Ruhr 2027 unterstützt somit die weitere Entwicklung eines qualitativen Strukturwandels in der Metropole Ruhr und soll nach IBA und Kulturhauptstadt einen neuen Schub auch in der internationalen Wahrnehmung geben. Sie bietet zudem die Chance, das Grün- und Freiflächenkonzept der Stadt durch die Umsetzung konkreter Projekte weiterzuentwickeln und darüber hinaus die Pflege und Instandhaltung auch bestehender Grün- und Freiraumobjekte in die Thematik einzubinden.
In Deutschland findet die IGA in der Regel alle zehn Jahre statt. 2017 wird die Internationale Gartenausstellung in Berlin eröffnet.
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