Alle Alternativen zur Schließung von St. Josef prüfen!

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Horster Krankenhaus. (Foto: Heinz Kolb)
Gelsenkirchen: Horster Krankenhaus nicht verorschnell aufgeben |

Silke Ossowski: Das Horster Krankenhaus nicht vorschnell aufgeben
Zur überraschenden Nachricht von der drohenden Schließung des St. Josef Krankenhauses in Horst erklärt Silke Ossowski, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD - Ratsfraktion.

„Die offensichtlich vom Träger, der katholischen Krankenhausgesellschaft Emscher-Lippe, beabsichtigte Schließung des St. Josef Hospitals in Horst macht mich betroffen. Damit würde Gelsenkirchen ein Standbein der wohnungsnahen Gesundheitsversorgung in unserer Stadt verlieren. Nicht nur die Horster Mitbürgerinnen und Mitbürger verlieren ihre wohnortnahe Versorgung, sondern ein renommiertes Krankenhaus soll mit einem Federstrich geopfert werden. Langjährige Fachkräfte stehen vor dem Aus, werden vor beschlossene Entscheidungen gestellt, ohne dass überhaupt mit Alternativen und Möglichkeiten offensiv umgegangen wird. Im Fokus der Überlegungen müssen die Menschen und der Erhalt des Krankenhauses stehen!

Ich begrüße daher den Weg, den Oberbürgermeister Frank Baranowski und Sozialdezernent Luidger Wolterhoff aufgezeigt haben, keine nicht rückhol baren Entscheidungen zu treffen, sondern zunächst das Gespräch mit allen relevanten Beteiligten aus dem Gesundheitswesen zu führen.

Es muss genau überlegt werden, welche Bausteine der Gesundheitsversorgung in Gelsenkirchen hier wegfallen würden und welche Auswirkungen das haben würde. Niemand hat als renommierter Wissenschaftler angefangen, daher ist eine genaue Überprüfung, inwieweit die Onkologie mit anderen, neuen Fachärzten zur Standortsicherung beitragen kann, unabdingbar.

Zu hinterfragen ist auch, dass offenbar ein anderes Gelsenkirchener Krankhaus, in Trägerschaft von St. Augustinus, durch Übernahme aller Onkologie-Fachärzte aus Horst entscheidend zur finanziellen Schieflage des St. Josef Hospitals beigetragen hat.

Ich appelliere an den Träger, die KKEL, alles zu tun, um den Fortbestand des Krankenhauses zu ermöglichen. Der Träger sollte daher nicht nur über eine mögliche Kompensation nachdenken, sondern alle möglichen denkbaren Alternativen zu einer qualitativ hochwertigen Fortführung überprüfen. Meine besondere Sorge gilt hierbei auch den 180 Beschäftigten, denen nun kurz vor Weihnachten, diese Hiobsbotschaft überbracht wurde. Diese vielfach langjährigen Fachkräfte dürfen nicht einfach einem vermeintlichen Sparzwang geopfert werden.

Mein Fazit ist daher: „Der Erhalt des Krankenhauses sollte Diskussionsgrundlage sein, nicht die Schließung, das ist besser für die Menschen in Horst, die Patienten und die Mitarbeiter!“
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2 Kommentare
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Josef Dransfeld aus Duisburg | 14.12.2016 | 16:38  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 14.12.2016 | 17:58  
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