"Bitte warten ..."

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Die Bilder der Menschen auf der Flucht gingen um die ganze Welt. (Foto: Daniel Müller)

Weltweit sind viele Millionen Menschen auf der Flucht, nehmen aus unterschiedlichsten Gründen teils lebensgefährliche Wege auf sich. Die Meldungen darüber verdichten sich medial in Bildern: verunglückte Schlauchboote auf dem Mittelmeer, Fußmärsche durch Europa, katastrophale Zustände in Erstaufnahmestellen... Haben wir mittlerweile schon alles gesehen? Müssen wir aufpassen, dass wir angesichts der fortdauernden Fluchten nicht gleichgültig werden und unsere Blicke abwenden?

Antworten finden sich in der neuen bild.sprachen-Ausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Vom 16. Februar bis zum 20. Mai zeigt sie unter dem Titel „Bitte warten…“ Bilder von Freelens-Fotografen, die beim Thema Flucht weiter hingeschaut haben.

Freelens ist als Berufsverband mit 2.400 Mitgliedern die größte Organisation für Fotojournalisten und Fotografen in Deutschland. Die Ausstellung im Wissenschaftspark präsentiert eine Auswahl aus einem Gemeinschaftsprojekt von Freelens-Fotografen zum Thema Flucht. David Baltzer, Lars Berg, Andreas Buck, Eva-Maria Burchard, Mauricio Bustamante, Mauricio Carreno, Fred Dott, Roland Geisheimer, Stefan Höderath, Gesche Jäger, Lars Krüger, Bernd Lauter, Quirin Leppert, Kai Löffelbein, Mark Mühlhaus, Daniel Müller, Katrin Neuhauser, Joanna Nottebrock, Herbert Piel, Philipp Jonas Reiss, Herby Sachs, Guido Schiefer, Bente Marei Stachowske, Rainer F. Steußloff, Murat Türemis, Lucas Wahl, Gordon Welters, Iris Wolf und Jennifer Zumbusch dokumentieren so die Situation in den Herkunftsländern der Geflüchteten ebenso wie den langen Weg nach Europa, das Warten und Bangen, das Ankommen und sich Zurechtfinden in einer neuen Welt, erzählen von prekären Momenten in der Fremde, aber auch von einem hoffnungsvollen Neubeginn.

Bereits 2011 hatte der Wissenschaftspark mit der Ausstellung „Ein Tag Deutschland“ eine dokumentarische Gemeinschaftsarbeit von Freelens aufgegriffen. „Wir freuen uns, dass wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen. Mit dem Projekt zeigt Freelens deutlich das verantwortungsvolle Handeln seiner Mitglieder zu einer der aktuell größten gesellschaftlichen Herausforderungen. Unser Umgang mit der Flüchtlingsfrage wird über den Zusammenhalt in der Gesellschaft – auch über die aktuellen Ereignisse hinaus – entscheiden“, sagt bild.sprachen-Leiter Peter Liedtke.

„Bitte warten…“ kann vom 16. Februar bis 20. Mai während der Öffnungszeiten des Wissenschaftsparks, montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr und samstags von 7.30 bis 17 Uhr besichtigt werden. Am Donnerstag, 16. Februar, um 18.30 Uhr wird die Ausstellung mit einer Einführung des Politikwissenschaftlers und Journalisten Ismail Küpeli und Freelens-Vorstand Rainer F. Steußloff eröffnet.
Der Eintritt zur Eröffnung und zur Ausstellung ist frei.
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