CDU zum Bäderkonzept

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Karl: Wir befürworten einen Ratsbürgerentscheid

Für die CDU-Ratsfraktion ist nun die Zeit gekommen, dass sich die politischen Gremien mit der Optimierung der Bäderlandschaft in Gelsenkirchen beschäftigen und auch die Gelsenkirchener Bevölkerung bei der Entscheidungsfindung mitgenommen wird. Markus Karl, CDU-Stadtverordneter und Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke Gelsenkirchen: „Dies habe ich in der letzten Sitzung des Aufsichtsrates vor den Herbstferien deutlich gemacht. Prinzipiell können wir uns als CDU-Ratsfraktion bei der Neuordnung der Bäderlandschaft auch einen Ratsbürgerentscheid vorstellen, schließlich geht es hier um eine Entscheidung, die für mehrere Generationen von Bedeutung ist. Entscheidend ist letztendlich, welche Frage den Bürgerinnen und Bürgern gestellt werden soll. Wollen Sie drei oder vier Standorte reicht als Frage nicht aus, weil es ja auch darum geht, das Defizit der Bäder zu reduzieren.“

Rückblick: Im Sommer 2015 wurde ein Gutachten an die Altenburg Unternehmensberatung in Auftrag gegeben. Ziel des Gutachtens war es, aufgrund der Nutzungszahlen, Wettbewerbsanalysen, Branchentrends und einer Zielgruppenanalyse einen Ideal-Zustand für die Gelsenkirchener Bäderlandschaft zu ermitteln. Mit Blick auf die Infrastruktur vergleichbar großer Kommunen bundesweit zeigt sich, so das Altenburg-Gutachten, dass ein umfassendes Angebot aus Gesundheitsbad, Freizeitbad, Erlebnissauna und Eishalle nicht die Regel, sondern die Ausnahme darstellt.

Markus Karl: „Nach dem Gutachten hat die CDU-Fraktion deutlich gemacht, welche Punkte bei einer Neuordnung der Gelsenkirchener Bäderlandschaft wichtig sind. Das Schul- und Vereinsschwimmen muss bedarfsgerecht sichergestellt werden, den Bürgerinnen und Bürgern ausreichend Wasserkapazitäten angeboten werden. Die Hallenbäder Buer und Horst bleiben erhalten, das Jahnbad in Heßler als Familienbad. Kurz- bis mittelfristig entsteht ein neues Hallenbad in der Nähe des jetzigen Zentralbades. Ob es sich dabei um ein Neubau mit oder ohne Freibad handelt, hängt vom Betrieb der weiteren Bäder ab. Die von mir im Aufsichtsrat geforderte Prüfung, ob es für das Sport-Paradies einen privaten Investor geben könnte, wurde als nicht realisierbar beantwortet. Auf Basis der Ergebnisse des Gutachtens hat die Geschäftsführung der Stadtwerke dem Aufsichtsrat unterschiedliche Szenarien zur Bäderlandschaft in Gelsenkirchen dargestellt. Im Kern geht es nun darum, ob es in Gelsenkirchen zukünftig 3 oder 4 Bäderstandorte gibt. Eine Sanierung des Zentralbades ist nicht wirtschaftlich und ein Abriss unumgänglich. Das Sport-Paradies mit seinen Nebeneinrichtungen hoch defizitär. Die Hallenbäder Buer und Horst bleiben erhalten. Als zukünftigen dritten Standort wird nun vorgeschlagen, ein neues Bad an der Caubstraße in Schalke-Nord hinter der Glückaufkampfbahn zu errichten. Inzwischen hat sich nicht nur der Aufsichtsrat mit dem Bäderkonzept beschäftigt, sondern auch ein Koordinierungskreis in dem neben Vertretern der Stadtwerke und der Stadtverwaltung auch die Vereine zu Wort kamen. Die CDU-Ratsfraktion favorisiert nach intensiver Diskussion eine Lösung mit 4 Bäderstandorten: Hallenbad Buer, Hallenbad Horst mit den notwendigen Sanierungen, ein technisch saniertes Sport-Paradies und ein Neubau des Zentralbades an heutiger Stelle, eventuell unter Einbeziehung der ehemaligen Polizeiwache. Bei dem Neubau muss es sich um ein wettkampffähiges, barrierefreies Hallenbad handeln. Durch Sanierung, technische Erneuerung und den Neubau des Zentralbades können Einsparpotentiale im Bäderbetrieb der Stadtwerke gehoben werden. Aufgrund der hohen Defizite ist dies aus Sicht der CDU-Fraktion auch dringend notwendig. Eins ist für die CDU-Fraktion auch ganz deutlich: der Vorschlag Caubstraße löst nur Kopf schütteln aus und ist für uns undenkbar.“
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