„Eine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort GE“

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Die Natur hat das Areal für sich in Besitz genommen. Foto: Gerd Kaemper
 
Die markierte Linie zeigt das zunächst von der DLG übernommene Areal von 50.000 Quadratmetern, im zweiten Abschnitt soll fast der komplette Rest dazu kommen. Foto: Stadt Gelsenkirchen (Foto: Stadt Gelsenkirchen)
Gelsenkirchen: Gewerbepark A 42 |

Die eine mit der Vermarktung des Filetstücks in Sachen Gewerbefläche einhergehende Nachricht lautet: Ikea kommt nicht nach Gelsenkirchen. Die andere und damit die gute Nachricht lautet: Es konnte eine sehr erfreuliche Neuansiedlung unter Dach und Fach gebracht werden.

Das Grundstück


Seit 1972 kennen die Gelsenkirchener das Areal zwischen Üechtingstraße, Parallelstraße und (neu verlängerter) Alfred-Zingler-Straße eigentlich nur als Brache. Damit ist nun endlich Schluss!
Das Grundstück galt als gesundheitsgefährdend, weil dort alles gelagert wurde, was gefährlich war. 1986 fiel das Gelände in den Gründstücksfonds NRW und Anfang des neuen Jahrtausends stellten das Land NRW und die Stadt Anträge auf EU-Fördermittel, damit umfangreiche Sanierungsmaßnahmen des Bodens durchgeführt werden konnten. Seit 2005 ist das Areal zur Vermarktung frei gegeben und zwar als Industrie- und Gewerbefläche.

Ikea war höchst interessiert


Zwischenzeitlich hatte der blau-gelbe Möbelriese aus Schweden sein Interesse an dem Areal deutlich gemacht, weil die direkte Anbindung an die nur rund 250 Meter entfernte Zufahrt zur A42 eine geniale Lage für den Zufahrtverkehr bedeutet. Als sich nun der Interessent, die Deutsche Lagerhaus Gesellschaft GmbH & CO.KG (DLG), meldete, hakte die Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen bei Ikea nach und erfuhr, dass der Standort bei den Planungen des Möbelriesen keine Rolle mehr spielen würde.

Mit der DLG alles unter Dach und Fach


Damit war der Weg für DLG endgültig frei. Und der Kaufvertrag zwischen NRW.Urban und der Deutsche Lagerhaus Gesellschaft GmbH & CO.KG konnte am Donnerstag, 20. November, notariell besiegelt werden.
„Das ist ein Anlass zur Freude für Gelsenkirchen, denn damit entstehen bereits im ersten Bauabschnitt, der schon Mitte 2015 fertig gestellt sein soll, rund 200 neue Arbeitsplätze“, strahlt ein zufriedener Oberbürgermeister Frank Baranowski.

200 neue Arbeitsplätze schon in Kürze


Nach Fertigstellung des ersten Teils soll zügig der zweite Teil angegangen werden, der dann noch einmal weitere 200 Arbeitsplätze in Aussicht stellt. „Eine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen“, wie Wirtschaftsdezernent Dr. Christopher Schmitt erklärt.
Im ersten Teilabschnitt bebaut die DLG 50.000 Quadratmeter des rund 80.000 Quadratmeter großen Areals als Betriebsimmobilie für Logistiker. Die Bauantragstellung steht bevor, die Realisierung ist wie gesagt für Mitte 2015 avisiert.
„Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 15 Millionen plus X“, wie Oberbürgermeister Baranowski erläutert.

Das Thema Ikea wird weiter gesponnen


„Mit der Absage von Ikea ist das Thema aber nicht durch. Vielmehr stehen wir weiterhin mit dem Regionalverband Ruhr und den Nachbarstädten in Gesprächen, was eine zukünftige Ansiedlung des schwedischen Möbelhauses betrifft“, erklärt der OB. „Denn wir sind weiterhin bemüht, die Ansiedlung im engsten Umfeld Gelsenkirchens zu ermöglichen.“

Über die DLG


Die Deutsche Lagerhaus Gesellschaft GmbH & CO.KG versteht sich als Logistik-Dienstleister, der über ein breit aufgestelltes Portfolio mit insgesamt 23 Standorten und 27 Immobilien auf rund 880.000 Quadratmetern verfügt. „Die DLG vermietet ihre Bestände an die Großen dieser Welt in der Logistikbranche, wie Nagel, Kühne + Nagel, XXL Lutz und Müller Logistik, um nur einige zu nennen. Das Unternehmen gehört zur Immobilien-Finanzgruppe Wien und ist an den Börsen in Wien und Warschau gelistet“, erklärt Verwaltungsdirektor Rainer Schiffkowski von der Wirtschaftsförderung.
Sechs der Immobilien der DLG liegen in einem Hafengebiet, von daher dürfte der Standort in Gelsenkirchen dem Logistiker nicht nur wegen der Anbindung an die A42 gefallen haben, sondern auch weil die direkte Schienenanbindung möglich und die Nähe zum Stadthafen gegeben ist.
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4 Kommentare
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Heinz Kolb aus Gelsenkirchen | 25.11.2014 | 19:04  
silke sobotta aus Gelsenkirchen | 26.11.2014 | 10:12  
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Heiko Müller aus Gelsenkirchen | 27.11.2014 | 09:06  
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Heiko Müller aus Gelsenkirchen | 27.11.2014 | 09:06  
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