GE braucht Gründer

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Im Startercenter NRW Emscher-Lippe in der IHK in Gelsenkirchen haben Wirtschaftsförderung und IHK ihre Unterstützungsangebote für Existenzgründer gebündelt: (v. l.) Peter Schnepper (stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer), Rainer Schiffkowski (Referatsleiter Wirtschaftsförderung), Michaela Ehm, Angelika Kraus-Buten, Klemens Hütter (alle IHK) und Sebastian Scheeben (Wirtschaftsförderung). (Foto: Privat)

Gemeinsam wollen die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen und die Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen die Unternehmensbasis in Gelsenkirchen verbreitern.

Wir brauchen mehr Existenzgründer, die mit Mut und guten Ideen die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt vorantreiben“, sagte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Schnepper bei der Vorstellung der Jahresbilanz des Startercenter NRW Emscher-Lippe in Gelsenkirchen.
„Genug Potenzial dafür gibt es in der Stadt“, zeigte sich Rainer Schiffkowski, Referatsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen, überzeugt.
Seit 2007 bündeln IHK und Wirtschaftsförderung die Unterstützungsangebote für Existenzgründer im Startercenter NRW Emscher-Lippe bei der IHK in Buer. Hier erhalten Gründungswillige erste Informationen zur Gründung, eine Einschätzung der Geschäftsidee, Hilfe bei der Erledigung von Formalitäten, „aber auch eine Finanzierungs- und Intensivberatung, wenn es ans Eingemachte geht“, erklärte Schnepper. Zudem schiebt das Startercenter-Team an der Westfälischen Hochschule Start-up-Unternehmen an und informiert Schüler über Unternehmertum und Selbstständigkeit. Die Handwerkskammer betreibt in Gelsenkirchen ein weiteres Startercenter.
Die Selbstständigenquote in der ehemaligen Montanmetropole Gelsenkirchen, in der lange Großunternehmen für Beschäftigung und Wohlstand sorgten, ist mit acht Prozent (2013) unterdurchschnittlich.
Die aktuellen Zahlen über das Gründungsgeschehen in Gelsenkirchen deuten darauf hin, dass sich an der Situation in nächster Zeit kaum etwas ändern wird. Seit Jahren geht die Zahl der echten Gründungen zurück - nach Berechnungen des Institutes für Mittelstandsforschung von 1.674 im Jahr 2011 auf 1.082 im Jahr 2015.

Die ausgezeichnete Beschäftigungslage sorge überall in Deutschland für Zurückhaltung in der Gründerszene. „Je mehr sichere Jobs der Arbeitsmarkt bietet, umso geringer ist die Neigung, sich selbstständig zu machen“, erklärt Schnepper den Mechanismus. Dazu schlage die demografische Entwicklung auch auf die Unternehmerschaft durch.
Wege und Projekte zur weiteren Förderung des Gründungsgeschehens in Gelsenkirchen zeigte Wirtschaftsförderer Rainer Schiffkowski auf. Mit der in der letzten Woche erfolgten Gründung der Ruhr-HUB GmbH schlossen sich sechs Städte zusammen, um die Metropole Ruhr als Standort für digitale Wirtschaft attraktiv zu machen. Aktuell befinde man sich in der Bewerbungsphase für die „Start-up Innovationslabore NRW“, einem Verbundprojekt regionaler Hochschulen mit dem Ziel, nachhaltige Unterstützungsstrukturen für Gründer sowie junge Start-ups zu schaffen. Rainer Schiffkowski: „Vorrangig geht es bei allen Förderprojekten darum, unter den Studierenden einen Gründergeist zu wecken, der im besten Fall auf Gründungsaktivitäten hinausläuft.“
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