Pflege und Beruf vereinbaren

Anzeige
Die fünfte Bündniskonferenz des Gelsenkirchener Bündnisses für Familien war gut besucht und zeigt einmal mehr, wie aktuell das Thema rund um Vereinbarung von Beruf, Pflege und Kindererziehung ist. (Foto: Gerd Kaemper)

Die Betreuung beziehungsweise Versorgung der eigenen Angehörigen bedeutet für viele Familien eine zusätzliche Herausforderung. Um diesen Aspekt näher zu beleuchten, hat das Gelsenkirchener Bündnis für Familien die diesjährige Bündniskonferenz als Fachtagung unter dem Motto „Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege von Angehörigen“ durchgeführt.

Es gab Fachvorträge und Handlungsempfehlungen sowie eine Podiumsdiskussion. Auch Oberbürgermeister Frank Baranowski war zu Gast und erklärte: Wir alle wissen, dass Familien hoffnungsfrohe, glückliche Gemeinschaften sein können, die zwar ab und an gestresst sind, was durch gewisse Unterstützungsleistungen zu mildern ist. Aber unsere Lebenserfahrung sagt auch: Familien sind ebenso Gemeinschaften, die mit Krankheiten, Gebrechen und Pflegebedürftigkeit zurechtkommen müssen. Familie besteht ja darin, dass man Verantwortung übernimmt, über die Generationen hinweg, in guten wie in weniger guten Zeiten.

Weiterhin stellte Baranowski heraus, dass es eine gute Nachricht ist, dass immer mehr Gelsenkirchener Kinder zur Welt kommen. Der demografische Wandel könne damit aber weder aufgehalten noch vernachlässigt werden. Aus diesen Gründen war die Bündniskonferenz so wichtig, denn oft falle das Pflegen Angehöriger in eine Zeit, in der auch die eigenen Kinder erzogen werden müssen und um nicht zu vergessen auch der Beruf.

"Und Ermutigung kann man ja auch sehr gut gebrauchen, wenn man gezwungen ist, sich mit der anderen Facette des Themas „Vereinbarkeit“ zu beschäftigen, mit der Betreuung, Unterstützung und Pflege von älteren Familienmitgliedern. Auch das ist ein echtes Anliegen für viele Berufstätige, und oft fällt diese Pflicht mit hinein in die Lebensphase, in der sie ihre Kinder großziehen. Mit der Einführung der Pflegezeit gibt es inzwischen ein gesetzlich verankertes Instrument, das ein wenig Druck nehmen kann – aber dieses Instrument lässt noch viel Raum für betriebliche Lösungen," so der Oberbürgermeister.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.